Freiraum

Freiraum – was hat der mit zwei Frauen 50+ zu tun?

Da ist eine Frau. Ich kenne sie, jedoch nur aus den Sozialen Medien.
Da ist ein Wort. Bewusst habe ich es vorher noch nie gehört: Freiraum.

Der Duden versteht unter Freiraum, die Möglichkeit zur Entfaltung eigener Kräfte und Ideen (für eine Person oder Gruppe) und nennt als Beispiel, sich Freiräume schaffen oder jemandem Freiräume einräumen. Das passt zu meiner gleich stattfindenden Begegnung.

Viel nüchterner sieht das Wikipedia, dort ist Freiraum ein in der Gebiets- und Bauplanung oder Architektur verwendeter Begriff. Passt ebenfalls, die Frau, die ich gleich treffen werde, war in ihrem früheren Leben Innenarchitektin, bevor sie sich entschloss ihr Leben umzukrempeln.

Die Entdeckung meiner wunderbaren Freiraum-Welt

Meine Assoziationen zu Freiraum werden mehr von Gefühlen beflügelt. Ich schließe die Augen und gehe in einen leeren Raum, tief in meinem Inneren verborgen. Worte leuchten dort auf, schweben vorüber und verglühen wie Sternschnuppen: Chancen, Weiterentwicklung, Vorlieben, Stärken, Freude, Kreativität, Bedürfnisse, Vorfahren, Wünsche, Grenzen, Lebensreise, DU, Wohin.

Freiräume geben mir die Zeit, um mein Leben zu reflektieren und wichtige Fragen zu beantworten: Was will ich tun und sein? Was möchte ich loslassen, was in mein Leben holen? Was soll bleiben? Wo will ich mich verändern? Was gibt mir Kraft? Wieviel brauche ich zu einem guten Leben? Was ist wesentlich für mich, auf was möchte ich nicht verzichten?

Der leere Raum schenkt zahlreiche Möglichkeiten zu neuem Denken und anderem Handeln. Ich stelle ihn mir weiß vor. Dort passiert wenig. Es ist ein Ort der Stille und Entschleunigung, für Leichtigkeit und Tiefgang, zum Nachdenken und Innehalten – ein Raum, der nur dir selbst gehört. Hier kannst du aufmerksam auf dein Leben schauen und dein bisheriges Tun oder auch Lassen hinterfragen. Du bist frei von jeglichen Einschränkungen. Gedankenspiele sind ausdrücklich erlaubt ebenso das Wünschen und der Bau von Luftschlössern.

Die Freiraumfrau

Da ist eine Frau. Ihr Name: Angelika Bungert-Stüttgen. Sie ist die Freiraumfrau und ermutigt Menschen, ihren Träumen Raum zu geben und sie Schritt für Schritt zu realisieren. Gleich werde ich ihr in echt begegnen. Ich bin mega aufgeregt und mir kribbelt es im Bauch als wäre dort ein ganzer Ameisenstaat zuhause. Eine Menge Fragen schießen auf dem Weg zum Wohnmobilplatz durch meinen Kopf. Ist sie wirklich so, wie ich sie mir vorstelle? Worüber sollen wir uns den ganzen Nachmittag unterhalten? Werden wir uns verstehen? Wieviel Nähe lasse ich zu? Und, und, und . . . ?

Klick hier zu Angelikas Blog „Freiraumfrau“

Zwei Frauen und ein „Haus am See mit Rädern“

Dann ist alles ganz einfach. Wir gehen aufeinander zu und fallen uns in die Arme, als würden wir uns seit Jahrzehnten kennen. Sie zeigt mir ihr dunkel-metallicblaues Wohnmobil, den Freiraumbus. Er ist die unkonventionelle Lösung für ihren Traum von einem Haus am See. Damit gelingt ihr die Gratwanderung zwischen Familie und Zeit für sich selbst oder eben die Kunst frei zu sein, obwohl sie gebunden ist. So steht es in ihrem Buch „Mein Haus am See hat Räder“. Es ist die gezeichnete Liebeserklärung an ihren Lebensweg, handelt von Ängsten und Mut, Erfahrungen und Entscheidungen, beschreibt, wo ihre Seele Erholung findet oder wie sie sich durch Kurskorrekturen aus ihrer Komfortzone wagte. Sämtliche Herzensthemen sind dort versammelt.

Freiraum
Freiraum ist der Ort, wo Träume entstehen und realisiert werden

Zwei Frauen, ein Esstisch und viel Freiraum

Inzwischen sind wir bei mir zuhause angekommen. Wir reden und reden über Gott und die Welt. Wir sprechen über unsere Herausforderungen, Verletzungen und Empfindungen. Wir schürfen nicht nur an der Oberfläche sondern öffnen unsere Herzen und erzählen, was uns bedrückt oder worüber wir uns freuen. Die Zeit vergeht wie im Flug. Schade, dass man selbst an einem solchen besonderen Tag die Uhr nicht anhalten kann.

Ein bisschen Freiraumfrau ist aber nach wie vor hier anwesend. Ihr wundervolles Buch, die Nr. 175 von 500 Exemplaren liegt mit einer persönlichen Widmung neben mir. Ergänzend dazu habe ich mir ihr Kartenset geschenkt. Bereits in den Rauhnächten hatten mich die Impulse daraus zu Wortspielereien inspiriert. Nun begleiten sie mich durch das Jahr. Merkwürdiger Zufall oder Vorhersehung: In der 4. Rauhnacht, die für den April steht, zog Angelika im Dezember die Karte „FreiRaum“ und jetzt fand am 1. April (ohne Scherz) unser Treffen statt. Sachen gibt’s.

Freiraum
Ein Freiraum bietet Platz für Herzensangelegenheiten

Ein Leuchtturm mit Weitblick

Übrigens: Meine persönliche, spontan aufgeschlagene Buchseite ist der Leuchtturm mit dem „WeitBlick“. Er hat einen festen Standpunkt. Von oben gewährt er einen 360° RundumBlick. Der RückBlick auf die Vergangenheit tut nicht mehr weh und der AusBlick: Den Lebensrucksack mit 50 Jahren mal abstellen dürfen, um über den Tellerrand zu schauen.
Was das mit dem Leben der Freiraumfrau zu tun hat? Verrate ich nicht. Schau doch mal in ihren Blog hinein, vielleicht steht da mehr oder lade sie ein zu einem Tischgespräch, wenn sie wieder mit ihrem „Haus am See auf Rädern“ unterwegs ist.

Und da wir die Uhr doch nicht anhalten konnten, hieß es für uns beide „LosLassen“. Dieser Impuls verfolgt mich irgendwie, denn ich habe diese Karte schon x-mal gezogen. Was soll mir das sagen? Vielleicht finde ich es noch heraus.

Freiraum
Freiraum – dort kann ich entscheiden, was mir im Leben wichtig ist und bleiben soll oder was weg kann

Freiraum ist kostbar. Wo sind deine Freiräume? Wann tust du etwas nur für dich? Welche Zeit am Tag oder in der Woche gehört nur dir? Schreib es mir im Kommentar. Ich freue mich darüber.

Lass uns zusammen Leben – Lieben – Lachen
innere und äußere Freiräume entdecken
und bunte Sachen machen

Deine Elvira

Klick hier, wenn du auch das Buch oder Kartenset (am besten beides) „Mein Haus am See hat Räder“ haben möchtest. Noch gibt es welche.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert