Ab heute: Vegan

6 Wochen vegan – ein Selbstversuch

Mein Entschluss steht fest: Ich ernähre mich vegan und zwar 6 Wochen lang. Beginn ist gleich am 4. Tag des neuen Jahres.

Ein Jammertal. Sein Name: vegan

Ohne Fleisch kann ich leben. Ohne Butter nicht. Ohne Frühstücksei erst recht nicht. Ohne Käse schon überhaupt gar nicht. Es ist das reinste Jammertal. Und da will ich mich freiwillig hineinbegeben. Ich muss völlig bescheuert sein. Sicher hängt es mit dem Jahresanfang zusammen oder dieser bereits ewig andauernden Corona-Pandemie. Da kommt man auf die abstrusesten Ideen. Vielleicht spielen auch die Hormone verrückt, immerhin bin ich über 60, da kommt das vor.

Von einer Mimi, die loszieht, um die Welt zu retten oder das, was von ihr noch übrig ist

Ich mache es trotzdem. Schließlich ist es hip und trendy, sich vegan zu ernähren. Außerdem tragen Veganer mit ihrem Essverhalten zur Weltrettung bei, lese ich überall. „Als Oma von 5 Enkeln ist es geradezu eine Verpflichtung, dich vegan zu ernähren“, säuselt mein Rumpelstilzchen und kann ein triumphierendes Lächeln nicht verbergen. Klar, wenn ich das durchziehe, hat dieser kleine Wicht wochenlang Spaß an meiner Quälerei.

Wir müssen im Kleinen arbeiten
und versuchen, die Dinge
von unten zu gestalten
(Erwin Ringel)

Auch wenn es auf den ersten Blick hier in meiner idyllischen nordhessischen Einöde nicht danach aussieht: Es ist fünf vor Zwölf, um das Ruder herumzureißen und eine Klimaveränderung noch aufzuhalten. Vielleicht ist es auch schon Viertel nach Zwölf, so genau weiß es niemand, selbst die Forscher sind im Zweifel.

Früher war alles besser, denn Fleisch stand selten auf dem Tisch

Aufgewachsen in einem kleinen Dorf zwischen Hühnern und Enten war es selbstverständlich, dass unsere Tiere irgendwann geschlachtet und deren Fleisch gegessen wurde. Wohlgemerkt „unsere“ Tiere, denn für den Kauf von anderem Fleisch fehlte uns das Geld. Selten gab es Schweinefleisch, noch seltener ein Stück vom Rind und wenn, dann floss viel Sorgfalt in die Zubereitung.

Unbeschreiblich der Duft, der durch die Wohnung zog, wenn meine Mutter in der Küche vor sich hinbrutzelte. Erwartungsvoll zappelte ich herum bis endlich das „Sonntagsessen“ auf dem Tisch stand und ein Stückchen Fleisch auf meinem Teller landete. Andächtig kaute ich auf jeden Bissen gaaanz lange herum. Undenkbar, solch eine Kostbarkeit in sich hineinzuschlingen oder ihr nicht die verdiente Wertschätzung zu schenken. Falls es Reste gab, zauberte meine Oma daraus am nächsten Tag ein neues Essen. Weggeworfen wurde nichts.

Und wie war mein essbares Kinderparadies sonst so?

Nun, die Eier kamen von unseren Hühnern, die Milch direkt von der Kuh beim Bauern um die Ecke. Ließ man sie lange bei Wärme stehen, wurde sie zu Quark. Sahne und Butter holten wir im Tante-Emma-Laden. Gemüse, Kartoffeln und Obst reiften im großen Garten hinterm Haus oder auf dem „Köstermorgen“ (eine Art Schrebergarten ohne Schreber). Alles regional und saisonal. Beides entdeckt man gerade wieder neu, ebenso wie fermentieren oder einwecken.

Heute: Fleisch, Fleisch, Fleisch regiert die Welt

Jeder Mensch isst in Deutschland ca. 60 kg Fleisch/Jahr, natürlich nur vom Feinsten, also Filet, Schnitzel, Rouladen, Gulasch, Steak, Würstchen. Und der Rest des Tieres? Über ein Drittel wird anderweitig verwertet, eine unglaubliche Verschwendung. Tierische Nebenprodukte werden sie genannt, welche das sind und wie sie verwertet, recycelt, aufbereitet oder weggeworfen werden, unterliegt selbstverständlich den strengen Augen des Gesetzes. Eine EU-Verordnung sorgt dafür, dass die Gesundheit von Mensch und Tier (wie makaber, letzteres ist doch schon tot) nicht gefährdet ist.

Fleisch ein Industrieprodukt aus Massentierhaltung

Billig muss Fleisch sein, damit wir viel davon in uns hineinstopfen können. Qualität ist Nebensache, ebenso wie es den Tieren für die kurze Zeit ihres Lebens geht. Genormter Einheitsbrei steht überall in den Ställen herum was Rasse, Größe und Gewicht betrifft. Aufgepäppelt mit Kraftfutter, ausgebeutet durch Vorschriften und am Leben gehalten durch Antibiotika vegetiert das Tier seinem Ende entgegen.

Diverse Verbände, Ministerien und die EU sorgen mit einer Nichts-dagegen-tun-wollen-Strategie dafür, dass alles schön so bleibt wie es ist zum Kummer der Landwirte, die Nichts-dagegen-Tun-können (oder doch?) und in dieser Gewinnmaximierungs-Spirale gefangen sind. Groß, größer, am größten und äußerst effizient ist der Bauernhof der Zukunft. Kleine Krauter, die es anders machen wollen, haben kaum Chancen. Meist werden sie vom Markt weggefegt.

„Liebe die Tiere, liebe jegliches Gewächs und jegliche Dinge!
Wenn du alles liebst, so wird sich dir das Geheimnis Gottes
in allen Dingen offenbaren!“
(Fjodor M. Dostojewski)

Wie steht es um meine Lust auf Fleisch?

Huhn esse ist seit Ewigkeiten nicht mehr. Vor Jahren sah ich die Sendung „Sterns Stunde“ und dabei wurde mir sehr sehr übel. Pute, Gans und Ente fielen weg, weil meine Rentner-Bauern, welche die Tiere ein Jahr lang auf ihrer Wiese hinter dem Haus aufzogen, aus Altersgründen aufhörten. Zu Lamm und Kalb zog es mich noch nie. Blieben Schwein und Rind, diese beiden, deren Fleisch ich mäßig aber regelmäßig in den Hofläden zweier Landwirte kaufte. Gut, ab jetzt lasse ich das, ebenso den Kauf von Wild beim Jäger meines Vertrauens im Nachbardorf.

Ab jetzt ernähre ich mich vegan
Kann ich die Welt retten, wenn ich mich vegan ernähre?

Start meines Selbstversuchs 

Soll ich wirklich Ersatzprodukte für Fleisch und Milcherzeugnisse essen? Unschlüssig stehe ich vor dem Vleisch (kein Schreibfehler) in der Kühltheke des Supermarkts meines Vertrauens. Eine Bekannte, seit Jahren Veganerin, sieht mich und gibt mir Hinweise, welche Produkte einigermaßen schmecken, welche gar nicht. „Gibt es auch was, das richtig gut schmeckt?“ „Probier dich einfach durch“, ist ihre ausweichende Antwort.

Na dann. Probiere ich es aus, schließlich ist es ein Projekt. Als Erstes fällt mir auf, dass sämtliche namhaften Wursthersteller nun einen auf vegan oder veggie machen. Anscheinend wittern sie hier den Wachstumsmarkt der Zukunft.

Die vleischlichen Verlockungen

Aus der schillernden Plastikverpackung lockt das graurosa Hackvleisch: „Nimm mich. Als Bolognese verarbeitet wird aus meiner unappetitlichen Farbe ein herrliches Tomatenrot, und dass ich ein Imitat bin, schmeckst du dann auch nicht mehr.“ Die Pseudo-Hamburger daneben mischen sich ein: „Ob echt oder unecht, was soll’s. Wenn wir sanft gebraten in einem aufgeplusterten Brötchen voller Treibmittel liegen, zusammen mit Zwiebelchen, etwas Süßstoff-Gurke, zuckrigem Ketchup und gekrönt von skandalösem Analogkäse (äh, nein, das war einmal – jetzt macht der ja als veganer Käse Karriere), werden wir zur unwiderstehlichen Delikatesse.“

Diese Statt-Fleisch-Produkte geben alles, um mich zum Kauf zu animieren, doch das Auge will partout nicht mitessen und ein liebevolles Gefühl geht auch nicht durch meinen Magen. Letztendlich entscheidet der Verstand und befiehlt: „Mindestens 3 Produkte in den Einkaufswagen legen.“ Eines davon liegt 6 Wochen später immer noch in meinem Kühlschrank.

Lieber verwende ich Tofu (geräuchert mag ich ihn besonders gern). Der Geschmack ist neu und anders für mich, doch sowohl Augen als auch Magen sind hocherfreut.

Streichfett statt Butter

Keine Milch? Trinke ich schon seit Jahren nicht mehr. Keine Butter? Das ist echt schwer. Ich liebe selbstgebackenes Brot, ganz dick mit Butter bestrichen. Doch ich habe gesucht und einen guten Ersatz gefunden. Kommt aus Dänemark und besteht aus Wasser, Shea-, Raps- und Kokosöl. Damit sich Wasser mit Öl vermischt kommt Lecithin dazu, die Nummer E 322. Fertig ist das Streichfett, 100 % pflanzenbasiert und damit vegan. Ob das Sheaöl, welches normalerweise in meinen kosmetischen Produkten steckt auch von innen wirkt? Wäre doch phantastisch.

Alles Käse oder was?

Keinen Käse? Noch nicht einmal ein Fitzelchen? Wirklich Null? Das ist entsetzlich, zumal mir schon beim Lesen der Zutatenliste diverser Ersatz-Käseprodukte schlecht wird. Natürlich habe ich mich durch das Sortiment probiert. Bäh. Was soll das denn sein? Käse ist es jedenfalls nicht. Der schmeckt völlig anders. Das weiß ich genau.

Vielleicht ist der Frischkäse, äh, die Frischecreme im 150 g Becher besser? Hergestellt aus einer Mandelzubereitung (60%). Lecker, pure Gehirnnahrung, jubiliere ich. Dann die Ernüchterung beim Weiterlesen. Der Hauptanteil dieser Zubereitung ist Wasser. An Mandeln hat der Produzent gespart, nur 11% sind in dem Gemisch, das entspricht ca. 10 g Mandeln.

Ganz extrem ist das Verhältnis bei den ach so beliebten Pflanzendrinks. Durch einen Liter Wasser sind z.B. 9% Sojabohnen, 8% teilentfettetes Kokosfruchtfleisch oder 11% Hafervollkorn gehuscht. Warum dieses ultrahocherhitzte Wasser eine gesunde Milchalternative sein soll erschließt sich mir auch nach reiflichen Nachdenken nicht. Welche kostbaren Zutaten da drin sind, die den hohen Preis rechtfertigen, ebensowenig.

Bei veganem Joghurt und sahneähnlichen Erzeugnissen ist es das Gleiche. Allerdings müssen die Produzenten reichlich Verdickungsmittel hineinmischen, damit fluffig cremige oder feste Masse entsteht. Mein Magen ist not amused. Er grummelt permanent vor sich hin. Zu ungewohnt sind ihm diese neuen Zutaten.

Keine Eier?

Veganes Rührei kannst du ganz leicht selber machen, versprechen die Rezepte. Ich habe es ausprobiert. Seidentofu, Naturtofu oder Räuchertofu zermatscht, mit Curcuma gelb gefärbt und Gewürze oder Kräuter zugefügt. Dann Zwiebeln anbraten, Masse dazugeben, stocken lassen und mit Vorfreude auf den Sonntagsmorgen-Frühstücksteller geschaufelt. Rührei, welch eine Wonne. Bis zum ersten Biss. Dann war es vorbei mit der Wonne.

Meine Kuchenbackversuche endeten alle im Mülleimer. Das hat jedoch nichts zu bedeuten, da ich in dieser Richtung völlig talentfrei bin. Dann gibt es eben ein Stück vegane Schokolade zum Nachmittagskaffee. Schmeckt, ist aber für meinen Geschmack viel zu süß. Esse sie trotzdem, um dem Glücklichsein auf die Sprünge zu helfen.

Und die Moral von der Geschicht’

Ich habe mit Gruseln und Bauchgrummeln begonnen. Ersteres war schnell weg, doch das Rumoren im Bauch ist bis heute geblieben. Anscheinend übt meine Verdauung immer noch wie sie die verstärkte Gemüsezufuhr fachgerecht verarbeiten soll.

Nachdem die sündhaft teuren Produkte des 1. Großeinkaufs fast verzehrt waren, habe ich die Finger von veganer Industrienahrung gelassen. Langsam stellte ich meine Ernährung mit Hilfe unzähliger Kochbücher und Blogs auf „vegan nach Hausfrauenart“ um. Das war ungewohnt, brauchte deshalb ein wenig Hirnschmalz und mehr Zeit bei der Zubereitung, doch es schmeckte prima. Endlich war Essen wieder mit einem Wonnegefühl und Genuss verbunden.

Spannend waren die vielen Neuentdeckungen, z.B. was man alles aus Hülsenfrüchten zaubern kann. Nach einem online-Probierabend von Slow Food Deutschland landeten diese Weltwunder der Kulinarik häufiger in meinem Kochtopf. Die bisher ausprobierten Rezepte stammen aus Spanien, Serbien, Georgien und Griechenland. In Zeiten von Corona stille ich nun meine Reiselust am heimischen Herd und finde diese kulinarischen Ausflüge in andere Länder wunderbar inspirierend.

Mein Partner Thomas und ich modelten den Garten zum wiederholten Mal um, hin zu mehr Selbstversorgung und Artenvielfalt. Inzwischen gibt es größere Flächen für Gemüse (ganz wichtig: aus samenfesten Sorten), Kräuter, essbare Blüten sowie unterschiedliche Lebensräume für Insekten und Vögel. Nach der Arbeit schmeckt der vegane Wein dann umso besser.

Wie geht es weiter mit dem „Vegan-Experiment?

Was als ein auf 6 Wochen begrenzter Versuch begann, läuft und läuft und läuft. Inzwischen sind es 16, nein schon 17 Wochen und ich bleibe dabei, allerdings mit ein paar Lockerungen. Es gibt jeden Sonntag ein Ei, und wenn meine Gier grenzenlos geworden ist ein Stück Käse oder Fleisch vom Bio-Bauern aus der Nachbarschaft. Das wird die Erde verkraften. Später, wenn es Fleisch aus dem Drucker (igittebäääh) zu kaufen gibt oder Nahrungsmittel aus Insekten (bäääh), denke ich neu über eine planetenfreundliche Ernährung nach.

Lass uns zusammen Leben – Lieben – Lachen,
und die Welt wieder zu einem enkeltauglichen Ort machen

Deine Elvira

6 Kommentare, sei der nächste!

  1. Liebe Elvira – sehr sehr interessant der Bericht im Eigenexperiment. 5 Jahre lang war ich selbst Vegetarierin und kam damit gut klar – bis mich meine Fleischeslust buchstäblich überrumpelt hat. Dieser habe ich zunächst die Türen weit aufgemacht und musste viel nachholen, in letzter Zeit jedoch merke ich das wieder ein Wechsel stattfinden will und ich zermartere mir den Kopp wie es weiter gehen soll. Ersatzprodukte betreffend Fleisch sind ein absolutes No – go…Milchprodukte gibt es nur reduziert und auf Verlangen, einfach weil ich sie auch nicht so bekömmlich für mein System finde. Zu viel Getreide macht mich träge und müde. Zucker fällt weg….Da bleibt letzten Endes nur Gemüse und Obst….dafür braucht man viel Zubereitungszeit und auch Zeit fürs Essen und Kauen + Verdauen….irgendwie ist(s) mann damit den ganzen Tag beschäftigt. Insofern bin ich dir sehr dankbar wenn du auch weiterhin von deinem eigenen Erfahrungsweg berichten magst und vielleicht ergänzend auch mit dem einen oder anderen Rezept?

    1. Hallo Karin,

      ich fand es auch extrem schwierig und die richtige Mischung habe ich immer noch nicht gefunden. Was ich mir inzwischen gönne, ist der Schlemmersonntag. Da gibt es morgens ein echtes Frühstücksei und es darf auch Käse sein. Ich werde weiter berichten und Rezepte gab es bei mir noch nie, doch was nicht ist, kann noch kommen.

      Mit herzlichem Gruß
      Elvira

  2. Ostern im ersten Lockdown machte ich ein Experiment: Ich hatte eine vielversprechende Anleitung zum Heilfasten gefunden und gönnte mir kurz vor Ostern eine Woche ohne feste Nahrung. Das Fastenbrechen ist mit einer ganz neuen und wunderbaren Erfahrung verbunden: bewusstes, ablenkungsfreies, intensives Kauen und Wahrnehmen jeden Bissens. Danach passierte etwas völlig unerwartetes: Fleisch widerte mich an. Also ernährte ich mich das darauf folgende halbe Jahr vegetarisch. Und probierte auch mit wachsender Lust vegane Rezepte aus. Dann begann ich, zwar selten und unter gänzlichem Verzicht auf Schwein, wieder etwas Fleisch zu essen. Allerdings hielt sich der Genuss eher in Grenzen. Meine Tochter nennt mich seither einen „Teilzeit-Veganer“. Vorgestern staunte ich nicht schlecht, als meine Heilpraktikerin mir „verordnete“ einmal die Woche ein Stück rotes Fleisch zu essen. Meine Symptome weisen auf einen Eisenmangel hin. Ob ich den auch mit Roter Beete, Hirse und Brennnessel decken kann?? Ich glaube, einfach nur umstellen auf vegane Ernährung funktioniert nicht, wenn man Mangelerscheinungen vorbeugen will. Und auf Honig verzichten, will ich auf gar keinen Fall 🙂

    1. Hallo Brigitte,

      wie schön, dass Du von Deinen Erfahrungen berichtest. Ich habe einfach von einen Tag auf den nächsten mit veganer Ernährung begonnen und am Anfang ziemlich geschludert, was die Ausgewogenheit und Nährstoffzufuhr betrifft. Nach und nach wurde ich achtsamer, doch noch immer ist viel Luft nach oben. Und wo Du es erwähnst, fällt es mir erst auf: Honig habe ich immer gegessen, denn er stammt von meinen eigenen Bienen.

      Ganz herzliche Grüße
      Elvira

  3. So schön beschrieben! Ich bin als Vegetarier geboren, fand Fleisch immer schon total eklig. Habe immer viel Eier, Butter, Joghurt und Käse gegessen. – Wie du tendiere ich mittlerweile zu vegan, aus denselben Gründen. Und habe festgestellt:Es gibt nichts Ekligeres als die nach Fleisch schmeckenden veganen Ersatzprodukte! Mir wird schon beim ersten Bissen ko…übel vom Geschmack. – Davon abgesehen bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass diese Produkte der Sache „enkeltaugliche Welt“ keineswegs zuträglich sind. Bringt man damit Menschen, die einen totalen Jieper auf Fleisch haben, davon weg? Ich denke, es wäre sinnvoller, langsam die Geschmacksnerven zu trainieren und auf den Geschmack von Fleisch verzichten zu lernen. Abgesehen davon, dass es sich bei diesem Zeug ja nur um Industrieprodukte handelt; genau so weit von der Sojabohne entfernt wie Kartoffelchips von Kartoffeln. Letztendlich bedienen wir damit nur die Industrie, und die kleinen ehrlichen Bauern, bei denen du bisher dein Kotelett gekauft hast, gehen leer aus. Und ob die Vleischindustrie der Erde dient????

    Herzbewegte Grüsse, Jutta

    1. Liebe Jutta,

      danke für Deine Ergänzung. Ach, wie gut, dass es Dir auch so ergeht. Dachte schon, ich leide an Geschmacksverirrung. Ich bin wie Du der Überzeugung, dass vegan der Verzicht auf tierische Nahrungsmittel ist und nicht der Tausch Fleisch gegen ein neues, mit viel Aufwand hergestelltes Industrieprodukt.

      Herzlichen Gruß aus Hessens Norden in den ganz hohen Norden
      Elvira

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.