Woher sind die Fotos auf meinem Blog „Septemberfrau“?

Immer wieder gibt es Fragen, die ganz allgemein den Blog betreffen. Besonders viele sind jetzt zum Thema „Fotos“ aufgelaufen: woher sie sind, wo aufgenommen, welche Kamera, wieviel Erfahrung dahinter steht. Dann will ich mal alle der Reihe nach beantworten.

Von wem sind die Fotos?

Sie stammen von mir. Manchmal wirken sie verschwommen, seltsam unklar. Manchmal farbenprächtig oder sogar gestochen scharf. Es sind Schnappschüsse des Lebens. Meistens handeln sie vom unterwegs sein. Beobachtungen am Wegesrand. Kleine und große Wunder der Natur. Augenblicke der Freude, aber auch des Leids, der Melancholie. Persönliche Erinnerungen. Pausen im täglichen Allerlei. Unterbrechungen von Routinen und Gewohnheiten. Inspiration und Kreativität. Momentaufnahmen während des Urlaubs. Unvollkommen wie der Mensch, der sie gemacht hat. Ich.

Aus den Anfangszeiten meines Blogs gibt es 5 Fotos, die sind von Könnern ihres Fachs aufgenommen. Das kannst du an der Quellenangabe unter dem Blogartikel erkennen. Mein Fundus an Bildern war derzeit sehr dürftig, da mich Fotografie kaum interessierte, außer es handelte sich um Familienaufnahmen. Inzwischen ist die Kamera fast ständig dabei und das Fotografieren beschert mir neben dem Schreiben viele zusätzliche Glücksgefühle.

Wo wurden die Fotos aufgenommen?

Überall. Die Kamera ist inzwischen zu einer Verlängerung meines Arms geworden. Alles eignet sich als Motiv, selbst die Struktur der Tischdecke oder das Leuchten der Wasserkaraffe als Schattenbild, wenn die Sonne morgens in einem bestimmten Winkel draufscheint. Das Wichtigste für gute Fotos ist meiner Meinung nach der Überblick auf das große Ganze und dann das Heraussuchen besonders eindrucksvoller Fixpunkte, Blickwinkel und Details. Hast du diesen „guten Blick“ in die Wiege gelegt bekommen, alles Bestens, du bist ein Glückskind. Wenn nicht, dann hilft nur üben, üben, üben. Hier sind ein paar Kostproben meines Entwicklungsstandes:

Versunken in den Anblick, den Durchblick einer trockenen Koralle auf Bonaire, während hinter mir die Gruppe auf Weiterfahrt drängte.

Immer wieder die gleiche Strecke, der gleiche Weg und doch immer wieder völlig anders. Veränderungen. Den Wechsel der Jahreszeiten festhalten beim morgendlichen Spaziergang.



Wald, Wald und noch einmal Wald. Kraftplatz, Ort der Fragen und Antworten, eine Wohltat für die Sinne.


Farbenprächtiges, Buntes, Schillerndes


Meer, Blick bis zum Horizont, Blautöne, Wellenrauschen, Unendlichkeit. Nichts stört. Raum. Platz. Gedanken auf die Reise schicken.


Graue Tage, fast schwarz, eintönig, traurig, leer. Stille.


Tausende von Sonnenuntergängen, ein überwältigendes Schauspiel. Sprachlosigkeit. Staunen.

Wie kommen die Fotos zustande und welche Motive bevorzuge ich?

Natur, Natur, Natur. Immer wieder und immer faszinierend. Bei meinen Spaziergängen halte ich den Wandel der Natur im Jahresverlauf fest, die kleinen unscheinbaren Wunder. Es gibt Hunderte von Bildern, die das gleiche Motiv zeigen oder von derselben Stelle aufgenommen wurden, nur eben zu unterschiedlichen Tages- oder Jahreszeiten. Was meine Aufmerksamkeit erweckt, das knipse ich aus jeder Perspektive: von der Seite, von unten und oben, quer, schräg oder längs, im Detail oder als Ganzes, aus der Nähe oder Ferne.

Ich fotografiere einfach, ignoriere Bildaufbau oder andere mir unbekannte Vorschriften, getreu dem Motto „Probieren geht über studieren“ oder „Übung macht den Meister“. Fotografieren ist für mich Experiment, Kreativität und das Ausprobieren von speziellen Einstellungen. Ja, sowas hat meine Kamera. Da siehste mal, was ich für ein supertolles Teil habe. (Grins)

Warum gibt es auf der Septemberfrau keine oder kaum Menschen auf den Bildern?

Um Missverständnissen vorzubeugen, ich mag Menschen, sehr sogar. Gleichzeitig finde ich jedoch, dass sie nur sich selbst gehören und nur selbst über sich bestimmen sollten. Sie haben auf meinen veröffentlichten Bildern nichts zu suchen. Das betrifft vor allem Kinder. Hin und wieder gibt es Rückenansichten, einfach weil es zum Thema gehört. Manchmal kann ich es nicht ganz vermeiden, wenn sich vor einem Kunstwerk, auf Plätzen, bei touristischen Sehenswürdigkeiten zu viele Menschen tummeln, dann setze ich meine minimalen Kenntnisse ein, was Retuschieren oder Bild beschneiden angeht. Und wenn es doch Menschen in Großaufnahme gibt? Dann waren sie mit der Veröffentlichung einverstanden.

Natürlich gibt es in meinem Foto-Schatzkästchen ganz wunderbare Bilder von Menschen: aus der Familie, der Theatergruppe, bei Festen und Feiern oder bei Reisen in fremde Länder. Charakterköpfe, deren Antlitz ganze Geschichten erzählen, die aus der Masse herausstechen oder die besondere Merkmale und Eigenschaften kennzeichnen.

Welche Kamera kommt zum Einsatz?

Selbstverständlich ein fünffach prämiertes, sehr gut getestetes, mit mehreren Preisen ausgezeichnetes, sündhaft teures Exemplar. Nur damit gelingen wahrhaft gute Fotos, fast von ganz allein. Und dann das Sonderzubehör, dies und das und jenes. Beeindruckend.

Bevor ich weiter schwärme, kehre ich mal aus meinem Wolkenkuckucksheim auf den Boden der Tatsachen zurück. Die Fotos sind durch die Bank weg mit meiner „Dödelkamera“ gemacht. Einfach, praktisch, gut. Optimal für eine Laienfotografin wie mich, die keine Lust hat, sich stundenlang mit technischen Know how aufzuhalten. Oft benutze ich die Automatikeinstellung, denn ich liebe das schnelle Fotografieren, so aus dem Handgelenk heraus. Motiv entdeckt, zack Kamera gezückt, draufgehalten und Auslöser betätigt. Fertig.

Meine Kamera ist ultraleicht, passt in jede Jackentasche, ist überall dabei. Es gibt kein großes Equipment, das schwer auf meiner Schulter lastet oder mir den Rücken krümmt.

Wie viel Erfahrung steckt hinter den Fotos?

Mit dem Blog kam das Fotografieren. Seit drei Jahren ziehen mich Bilder in ihren Bann und ich sehe durch das Objektiv die Welt mit anderen Augen. Ein Kurs hat mich bisher allerdings nie gereizt, um das Ganze auf eine höhere Stufe zu stellen. Ich glaube, dass meine Fotos dann zu kopflastig, zu clean werden und mir der Spaß an der Sache vermiest wird. Meine Fotos sollen ein wenig meine Persönlichkeit widerspiegeln. Schönheit ist erwünscht, Perfektion bleibt bei mir außen vor. Die überlasse ich anderen Menschen, deren Fotokunst mich zu Begeisterungsstürmen hinreißt.

Lesetipp: Hinter jedem Blog steckt eine Persönlichkeit

Meine Bilder hier auf dem Blog sind aus Freude entstanden, aus Freude am Moment, am Entdecken, am Sehen und Staunen, am kreativen Dasein und Wirken. Es ist mir klar, es ginge besser, es ist noch viel Luft nach oben. Eines Tages, mal sehen, vielleicht, ein Fotografierkurs? Bis dahin bleibe ich beim üben und ausprobieren.

Fotografierst du auch? Was macht dir dabei besonders Spaß? Welche Motive begeistern dich oder tauchen immer wieder auf? Schreib mir doch einen Kommentar. Danke schön.

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Deine Elvira

Septemberfrau 7 Inspirationen50 Jahre – mitten im Leben

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8 Kommentare, sei der nächste!

  1. Man muß schon Sinn und das Auge für das Besondere haben.
    Nicht das Globale – sondern Details regen zum anschauen und auch Nachdenken an.
    Ich finde Deine Fotos schön !!

  2. Liebe Elvira, viel möchte ich nicht zu deinem Artikel zum Fotografieren schreiben. Mein Gesicht muss beim Lesen fast durchgängig gegrinst haben. Ich fragte mich: Schreibt Elvira da gerade von mir? 😉
    Es grüßt dich herzlich Geertje

  3. Liebe Elvira, ich habe mich über diesen Artikel ganz besonders gefreut. Ich kann sehr viele Parallelen zu meinen Fotografieren entdecken. Ich fotografiere auch sehr gern die Kleinen Dinge am Wegesrand beim Spaziergang durch die Natur. Seit 2014 schreibe ich ja meinen Block. meinlebenmitbrustkrebs.blogspot.com und durch meine Blogschreiberei habe ich auch das Fotografieren für mich entdeckt. Ich lese Deine Beiträge immer sehr gern. Vielen Dank dafür. Ich wünsche Dir weiterhin viel Spaß und Freude am fotografieren. Ich bin mir sicher, dass wir Beide uns noch sehr oft austauschen werden.

    1. Liebe Andrea,
      irgendwie gehört zu einem Blog anscheinend auch die Fotografie. Ich freue mich auch immer sehr, wenn ich deine Fotos sehe und bin sicher, wir hören, sprechen und schreiben noch viel miteinander.

      Einen schönen extra Feiertag
      und ganz liebe Grüße
      Elvira

  4. Hallo Elvira,

    deine Fotos sind wunderschön! Du schreibst einfach herrlich und weckst in vielen von uns das es nicht viel braucht um kreativ durch das Leben zu gehen.
    Einfach mit offenen Augen durch das Leben gehen, es bietet wunderschöne Einblicke und Perspektiven.
    In mir hast du eine treue Seele gefunden, auch wenn ich nicht immer einen Kommentar hinterlasse, lese ich dich zu gern.

    Mit lieben Grüßen
    Wiebke

    1. Danke, liebe Wiebke für dein Lob. Das kommt in meine persönliche Schatztruhe, falls ich mal mit dem Leben hadere oder Zweifel hege.

      Liebe Grüße
      Elvira

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