Unter dem Siegel der Verschwiegenheit

Da ist er wieder, der „Liebste Award“. Jedes Jahr schaut er so zwei Mal bei mir herein. Unter dem Siegel der Verschwiegenheit beantworte ich die Fragen von Diana Rollke von selbst-bildner.

In ihrem Blog dreht sich alles darum, wie DU dich selbst siehst, nicht deine Freunde, deine Nachbarn oder sonst irgendwer. Was siehst du, wenn du dich im Spiegel betrachtest oder in dein Inneres schaust? Wie sehr beeinflussen dich Meinungen und Ansichten von Anderen? Und dann geht sie der Frage nach, was das mit Loslassen und Abnehmen zu tun hat. Schau dich mal bei ihr um, wenn du deinem „Selbstbildnis“ auf die Spur kommen willst.

Pssst, hier sind meine Antworten auf ihre 11 Fragen:

1. Welches sind deine 3 wichtigsten Werte, nach denen du lebst?

Vertrauen, Dankbarkeit und Neugier.

Nun stutzt du und denkst, dass ich bei Letzteren daneben getappt bin, denn Neugier kann man doch beim besten Willen nicht als Wert bezeichnen. Nein, wenn du dabei den Nachbarn hinter der Gardine im Kopf hat, dessen neugieriges Ziel es ist, schlecht über dich und andere zu reden. Ja, wenn du gierig bist auf Neues in deinem Leben und davon gibt es jede Menge, jede Minute, überall.

Neugier ist für mich mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und zu sehen, wie schön sie ist. Neugier ist, mein Gegenüber zu betrachten und das Wunderbare und Einzigartige in ihm zu sehen. Neugier ist überlebenswichtig, wenn du die 50 überschritten hast, um zu vermeiden, dass du auf der Stelle trittst und am Schluss gar an Körper und Geist einrostest.

Dazu passt ganz vorzüglich das Vertrauen. Ich vertraue fest darauf, dass zunächst einmal alle Menschen, alle Ereignisse auf ihre ganz eigene Weise gut sind und dass nur Gutes in mein Leben kommt.

Dankbarkeit hat mit gelehrt, dass ich meinen Blickwinkel verändern kann: von Trauer, Leid und Schmerz hin zur Liebe, Freude und Fröhlichkeit. Für was bist du dankbar?

2. Wie würde dich deine beste Freundin beschreiben?

Sie würde sicher sagen: „Elvira glaubt, immer alles alleine machen zu müssen. Hilfe und Unterstützung muss man ihr regelrecht aufgedrängen. Lass mal, geht schon, ich schaffe das irgendwie, sind so Standard-Aussagen von ihr, die das untermauern.
Sie tendiert sie zu leicht egoistischem Verhalten, wahrscheinlich weil sie als Einzelkind aufgewachsen ist. Das zeigt sich, indem sie einsame Entscheidungen über die Köpfe aller anderen hinweg trifft.
Egal wie chaotisch es zugeht, sie behält den Überblick und verliert selten die Ruhe. Auch auf ihre Hilfsbereitschaft ist Verlass.
Am Bemerkenswertesten an ihr ist jedoch sicherlich ihre gute Laune. Sie lacht viel, manchmal schadenfroh, meistens über sich selbst, über ihre Marotten und Macken. Sie lacht selbst dann noch, wenn es nichts mehr zu lachen gibt, um sich Mut anzulachen.

3. Wer ist dein größtes Vorbild in deinem Leben?

Ja, . . . also, . . . das ist . . . : Niemand. Es gibt niemand, dessen Schuhe ich anziehen möchte. Ich habe da eher so ein selbstgebasteltes Vorbild. Man nehme von der Einen die Liebe zu den Menschen, von der Anderen die Zielstrebigkeit, sich Träume zu erfüllen, von der Nächsten die Risikobereitschaft aufs Ganze zu gehen, mische Mut und Respekt darunter, würze das Ganze mit Humor und tupfe obendrauf ein fröhliches aus dem Herzen kommendes Lachen.
Ich habe den Eindruck, mein Vorbild sieht jetzt einer Torte ähnlich.

4. Wovon hast du als Kind geträumt?

Hat man als Kind bereits Träume von morgen? Ich habe mir Bilder angesehen von damals. Darauf sehe ich aus, als würde ich wie alle Kinder den gegenwärtigen Augenblick mit allen Sinnen genießen.
Natürlich wollte ich unbedingt Prinzessin werden oder so leben wie Pippi Langstrumpf. Später schwankte ich zwischen Modezeichnerin, Tänzerin und Schauspielerin. Bis zur endgültigen Entscheidung habe ich stundenlang die schönsten Kleider gezeichnet, bin statt ins Ballett auf den Wiesen und Feldern herumgehüpft oder habe mich begeistert verkleidet. Aus Tüchern habe ich mir mit vielen Sicherheitsnadeln die wundervollste Garderobe gezaubert und damit vor einem Spiegel meinen Starauftritt geprobt.

Ausgeträumt. Fast. Denn nun verwandele ich mich seit Jahren in meiner Theatergruppe in alle möglichen Gestalten und habe große Freude daran, in andere Rollen zu schlüpfen.

5. Wofür lohnt es sich für dich, sich einzusetzen?

Für Kinder.

6. Wonach sehnst du dich am meisten?

Langes, sehr langes Nachdenken ohne konkretes Ergebnis. Es gibt nicht die eine tiefe Sehnsucht nach irgendwas. Was ich brauche, damit es mir gut geht sind Liebe, Berührungen und das Zusammensein mit Menschen. Ich weiß, danach würde ich mich am meisten sehnen und bin sehr dankbar, dass ich im Moment reichlich davon habe. Möge es so bleiben.

7. Was hat dich dazu bewegt deinen Blog zu starten?

Reiseberichte, die fein säuberlich geschrieben in einer Mappe dahinvegetierten, Lust auf Neues, ein Blitzgedanke und ein Rumpelstilzchen, welches meinte, dass ich das Zeug dazu habe, in meinem zarten Alter noch ein Computergenie zu werden. In 50 – 60 Jahren werde ich mein Ziel erreicht haben. Einen Teil dieser Zeitspanne kannst du mit meinem Erlebnisbericht überbrücken. Klick hier und du liest von größter Begeisterung und tiefster Verzweiflung bei der Erstellung meines Blogs.

8. Wie gehst du mit Kritik um?

Ganz ehrlich und ungeschönt? Ich bin erst einmal stinksauer, fühle mich persönlich angegriffen und protze. So ein Kritiker hat doch Null Ahnung von nichts und will mir was vormachen.

Dann setzt das Denken wieder ein und meine Neugier übernimmt die Oberhand. Ich schaue mir die Kritik von allen Seiten an. Ist sie berechtigt oder an den Haaren herbeigezogen? Was kann ich daraus lernen und wie eine Sache oder Verhaltensweise ändern?

Dann folgt eine Entscheidung. Möchte ich eine Änderung oder soll es bleiben wie es ist, weil ich es genau so gut und richtig finde.

9. Aus welchen Erlebnissen hast du am meisten gelernt?

Aus dem Zusammensein mit Kindern. Aus Schmerzhaften. Aus Traurigen. Aus dem Alleinsein. Aus falschen Entscheidungen. Gibt es die überhaupt? Na ja, jedenfalls Entscheidungen, an deren Ende nicht das gewünschte Ergebnis stand.

10. Mit welcher Botschaft möchtest du in Erinnerung bleiben?

Das ist mir jetzt zu großartig. Wenn den Menschen mein Lachen in Erinnerung bleibt, wäre das schön. Wenn ihnen in Erinnerung bleibt, dass ich immer auf der Suche nach dem Guten im Menschen war, wäre das noch besser.

Ein Gedankenblitz: Die Suche oder das Suchen hat mich zeitlebens begleitet. Da werde ich mal näher hinschauen müssen. Interessant, was beim Nachdenken über manche Fragen herauskommt. Neue Erkenntnisse über das eigene ICH.

11. Welcher Traum wartet noch darauf verwirklicht zu werden?

Einer? Viele! Schau mal auf meine Löffelliste.
Ja und dann soll Septemberfrau wachsen, blühen und gedeihen. Viele Leserinnen sollen sich hier tummeln und eine Welt voller Möglichkeiten in der 2. Lebenshälfte entdecken.
Möchte eine der Frauen dort draußen mal einen Artikel schreiben und ihre Erfahrungen hier auf diesem Blog weitergeben? Immer her damit, ich freue mich darauf.

Nun wäre ich an der Reihe, andere Blogs zu nominieren. Darauf verzichte ich dieses Mal, weil mich die Suche, wer mag oder nicht, nervt. Also endet diese Empfehlungsreihe hier.

Ich bin trotzdem sicher, dass der Staffelstab irgendwo weitergereicht wird und der „Liebste Award“ spätestens im nächsten Jahr wieder auftaucht.

So und nun werde ich meinen Weg zum Computergenie fortsetzen und mich in die Newsletter-Challenge von Sebastian stürzen. Ich bekomme die Krise und weitere graue Haare, aber hinterher bin ich ein „Online-Business-Rockstar“. Hört sich super an.

Lass uns zusammen Leben – Lieben
UND GANZ GANZ VIEL LACHEN

Deine Elvira

Noch mehr aus dem Nähkästchen geplaudert:
März 2015 – Ich verrate dir meine kleinen Geheimnisse
Juli 2014 – Liebster Award zum Zweiten und noch mehr Antworten
Juli 2014 – Wer um Himmels Willen ist Liebster Award?

Septemberfrau 7 Inspirationen50 Jahre – mitten im Leben

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Ein Kommentar, sei der nächste!

  1. Köstlich was Du schreibst!!!!!!!!!!
    Man denkt über sich selbst nach – man freut sich über Zutreffendes – man zweifelt , aber man “ ver“ – zweifelt nicht ! – Man ist ja in der Welt mit seinen „Macken“ nicht allein.

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