Januar – Mut und die Farbe Weiß

Gänseblümchen im Winter

Als ich grübelnd über den Blog-Redaktionsplan für dieses Jahr saß, kam mir der Gedanke, den Monaten Werte und Farben zuzuordnen. Gedacht, getan und so beginnt der Januar, wie könnte es anders sein, mit Mut und der Farbe Weiß. Mut brauchst du für deinen Weg in der Lebensmitte oder zweiten Lebenshälfte, wie immer du diese Phase nennen willst. Weiß steht für das Neue, den Anfang.

Die Farbe Weiß

Weiß ist die Summe aller Farben. Sie ist pures Licht, Helligkeit, Klarheit und Reinheit. Sie steht für das Leuchten, die Freude und Vollkommenheit. Weiße Räume wirken groß und weit. In ihnen kannst du dich ausdehnen und entfalten.
Weiß ist aber auch die Leere. Ein weißes Blatt wartet darauf, mit deinen Ideen beschrieben zu werden. Der weiße Fleck, das unbekannte Land lädt dich zur Erkundung ein. Nichts ist vorgegeben, du musst dir deinen eigenen Weg suchen und mutig den ersten Schritt wagen.

Die 6 Haupttugenden

Über alle Zeiten, Länder und Religionen hinweg haben sich sechs Kardinaltugenden herauskristallisiert:

Mut
Klugheit/Weisheit
Gerechtigkeit
Besonnenheit/Mäßigung
Glaube/Spiritualität
Liebe

An diesen Haupttugenden orientieren sich alle anderen Werte.

Mut steht am Anfang des Handelns

Zum Januar gehört der Mut. Du brauchst ihn, um Neues zu beginnen, um für dich wichtige Ziele zu erreichen und um die täglichen Herausforderungen zu meistern. Mut ist nicht gleichzusetzen mit Tollkühnheit, Furchtlosigkeit oder Unbesonnenheit.

Mut hat viele Gesichter

Da sind die Bekannten. Ich nenne hier mal stellvertretend die 17-jährige Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai, die ihren Anspruch auf das Recht auf Schulbildung fast mit ihrem Leben bezahlt hätte.
Andere wirken im Verborgenen. Es sind die Helden und Heldinnen, welche sich beständig, leise und unerkannt für ihre Mitmenschen einsetzen ohne ihre guten Taten an die große Glocke zu hängen. Sie übernehmen Verantwortung und tun ihre „Pflicht“.

Mutig sein

Mut heißt aus freiem Willen handeln trotz aller Ängste und Zweifel, ohne Rücksicht auf das eigene Wohlergehen oder persönliches Ansehen. Mutig sein fordert Opferbereitschaft. Mut entsteht teilweise aus einem Reflex heraus, wenn man bedrängten Personen zu Hilfe eilt (Lebensretter) oder als Reaktion auf besonders starken Leidensdruck. Um mutig sein zu können, brauche ich Werte. Ich muss wissen, was mir wichtig ist, um für meine Überzeugungen einzutreten. Im entscheidenden Moment wachse ich dann über mich hinaus.

Jeden Tag genügt ein wenig Mut

Mut beweist sich nicht bei einer großartigen Tat. Mut geschieht mitten im Alltag:

– einen unpopulären Standpunkt vertreten
– Hinschauen und nicht wegsehen
– authentisch sein, Ich bin Ich
tolerant sein
– mit Gewohnheiten brechen, Neues beginnen
– mich für andere engagieren,
– hilfsbereit sein
– Trennen und Loslassen können
– Kinder, Schwache, Hilfsbedürftige schützen
– Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen
– zugeben, dass ich etwas nicht kann oder weiß
– über meinen Schatten springen und Ängste überwinden
– für meine Überzeugungen einstehen, auch wenn sich Menschen abwenden
– in Krankheit die Hoffnung nie aufgeben
– Vertrauen haben und die Wahrheit sagen

Sicher fällt dir noch viel mehr ein, wo du deinen Mut einsetzen kannst.

Vom Mut neue Projekte zu starten

Du brauchst deinen ganzen Mut,langwierige Projekte zu starten und sie gegen alle Widerstände durchzuziehen. Stellst du irgendwann fest, dass du dich auf dem Holzweg befindest, benötigst du wiederum Mut, zurückzugehen oder das Vorhaben sogar abzubrechen.
Egal, was du tust, sei sicher, die wohlmeinenden Mitmenschen, Spötter, Neider und wie immer sie sich nennen, sind ständig um dich herum. Sie stellen sich ungefragt ein. Suchen dagegen musst du die Menschen, die deinen Weg mit dir zusammen gehen und dich konstruktiv unterstützen.

Vom Mut in der zweiten Lebenshälfte

In der zweiten Lebenshälfte hast du vermehrt mit Krankheit, Trennungen oder sogar Todesfällen zu tun. Es kostet mich immer wieder Mut, mir an diesen Punkten Fragen zu stellen: „Ist mein Leben gut so wie es ist oder besteht Handlungsbedarf? Sollte ich etwas verändern? Was gibt meinem Leben gerade jetzt einen Sinn?“ Soll ich mein Leben umkrempeln und völlig neu ausrichten oder alles lassen wie es ist, von Kleinigkeiten mal abgesehen?“

Vom Mut zu kleinen Schritten

Große Veränderungen brauchen Vorbereitung. Aber heute können wir bereits einen winzigen mutigen Schritt tun, um unser Umfeld ein kleines bisschen besser zu machen. Und ist der erste Schritt getan, fällt es leichter, den nächsten zu setzen.

Lass uns zusammen
LEBEN – LIEBEN – LACHEN,
auf die Fremden, die ihre Heimat verloren haben,
zugehen und ihr Leben leichter machen

Elvira

Septemberfrau 7 Inspirationen50 Jahre – mitten im Leben

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5 Kommentare, sei der nächste!

  1. Ein sehr schöner Artikel, der mir aus dem Herzen spricht. Vielen Dank dafür! Ich bin schon sehr auf die nächste Farbe gespannt 🙂

    1. Danke für den schönen Artikel…die Farbe weiß…war eigentlich nicht so meine Farbe, schien sie mir doch eher leblos..zu geradlinig…war ein Zeichen von Kälte..es fehlte ein kleiner Strahl von Wärme….doch wenn ich die Sichtweise ändere und das fällt mir nach dem Lesen des Blogs nicht schwer….bekommt plötzlich die Farbe weiß auch für mich etwas Farbe……..Danke….dafür

      1. Hallo Luise,

        ja, die Farbe Weiß hat viele Facetten, vor allem schärft sie den Blick auf andere Farben. Schaue ich gerade zum Fenster hinaus, she ich den weißen Schnee auf dunklen Ästen liegen und dahinter ein zartblauer Himmel, ein starker Kontrast.

        Liebe Grüße
        Elvira

  2. Liebe Elvira,

    Um mutig zu sein, brauche ich Werte – diesem Satz stimme ich sofort zu. Und mit dem Abschnitt Mut zu neuen Projekten sprichst du mir sowieso aus der Seele!

    Alles Liebe
    Barbara

    1. Liebe Barbara,

      über einen Mangel an Projekten kannst du wirklich nicht klagen. Gleich zu Beginn von 2015 ist das Erste abgeschlossen. Dein Buch „Das Gift der Schlange“ erscheint in zwei Tagen. Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg wünsche ich dir.

      Elvira

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