Ein Hoch auf den 50. Geburtstag – 12 Gründe zum Jubeln (Teil 1)

Rosarium Sangerhausen

Wie war es bei Dir, als der 50. Geburtstag vor der Tür stand? Hast Du laut Hurra gerufen, endlich ist er da oder hättest Du Dich am liebsten in ein Mauseloch verkrochen? Ich bin davon überzeugt, er ist für Jede von uns ein besonderer Geburtstag. Er fordert uns heraus, geht nicht spurlos an uns vorbei. Es gibt zwei Möglichkeiten:

  • Wir heißen die 50 herzlich willkommen, empfangen sie mit offenen Armen und sind neugierig auf diese Lebensphase oder
  • wir verbergen uns, bleiben ewig jung, schmeißen den Pass weg, lassen uns botoxen oder sonst wie an uns rumschnippeln und feiern nur noch 49. Geburtstage.
    Zur besseren Unterscheidung heißen die dann 49 A, 49 B …

Die Angst vor dem 50. Geburtstag

Die Zahl selbst hat mir nichts ausgemacht, denn der Unterschied zwischen 49 und 50 Jahren beträgt den Bruchteil einer Sekunde um Mitternacht. Was mir jedoch Wochen vorher Herzklopfen und schlaflose Nächte bereitete, war, was sich hinter dieser Zahl versteckt.

Die Fünf vor der Null schmerzt. Unbewusst wissen wir, dass uns dieser Geburtstag in eine neue, ganz andere Lebensphase hineinkatapultiert. Im Gegensatz zum 40. Geburtstag können wir uns nicht mehr einreden, wir haben noch die Hälfte des Lebens vor uns. Wir können uns nicht mehr hinhalten mit den Worten: „Das kann ich immer noch tun, später, das mache ich mal irgendwann.“ Wir müssen uns der Tatsache stellen, dass wir lt. Statistik im Schnitt nur noch ein gutes Drittel Lebenszeit vor uns haben. Zum Glück ist die Tendenz weiter steigend. Wenn du es bisher noch nicht getan hast, solltest du dir dringend überlegen, was du mit dieser Zeit anfangen willst.

50 Jahre, sie leben hoch

Erlaube Dir einen Blick zurück auf dein Leben. Sei ehrlich zu Dir selbst. Was ist gut gelaufen, kann so bleiben wie es ist und wo besteht Verbesserungsbedarf? Ich bin sicher, dir werden spontan einige, wenn nicht sogar viele Punkte einfallen.

1. Sei voller Wünsche

und mach dich endlich auf den Weg, sie dir zu erfüllen. Tu mir einen Gefallen, warte nicht bis du in Rente oder sonst was bist, die Zeit perfekt passt oder, oder. Es könnte gründlich schief gehen. Mir klingeln die Geschichten von lieben Mitmenschen in den Ohren. Sie beginnen alle mit den Worten: „Wenn ich mal …, dann …“ In den seltensten Fällen kam es zum ‚dann‘.

Was ist Dein Herzenswunsch? Er begleitet Dich seit Kindertagen. Ich bin sicher, Du kennst ihn. Du hast ihn versteckt. Perfekt verborgen in Deinem tiefsten Inneren? Verschüttet unter einem Berg dringend zu erledigender Aufgaben? Sicher hinter Schloss und Riegel in Deiner geheimen Schatztruhe? Oft denkst Du nicht an ihn. Aber er ist immer da, erscheint blitzartig vor deinen Augen und lässt sie funkeln. Wie steht es mit Deinen anderen Wünschen und Sehnsuchtszielen?

Hier ist eine herrliche Aufgabe für Dich. Hole Dir ein Blatt Papier und etwas zum Schreiben. Nimm Dir 30 Minuten Auszeit, nicht mehr. Entspanne Dich, mach es Dir gemütlich, denn jetzt heißt es „Wünsch Dir was“. Schreibe Deine Wunschliste. Spontan, unreflektiert, ohne langes Überlegen, alles was Dir einfällt. Was immer Dir in den Kopf kommt, notiere es und wenn es der Flug zum Mond ist. Egal wie utopisch oder verrückt Deine Wünsche sind, schreibe sie auf!

99 Wünsche wären doch grandios. Die Ersten werden rein materieller Art sein, danach wird es spannend. Fertig. Leg die Liste an die Seite, in eine Schachtel oder hänge sie an die Wand. Lass sie ruhen. Du hast für heute genug getan. Sie wird Dich von nun an begleiten und Dein Wesen zum Strahlen bringen. Sie wird Dich unruhig machen. Gut so.

Mit 50 darfst Du Dir was wünschen!

2. Sei unangepasst

wie oft hast Du um des lieben Friedens willen nachgegeben? Wie oft hast Du Dich den ungeschriebenen Gesetzen von Familie und Gesellschaft gefügt? Wie oft hast Du geschwiegen, weil Du müde warst von den Diskussionen um ewig gleiche Themen oder weil Du dachtest, es hat ja doch keinen Zweck?

Besonders wir Frauen haben den Hang dazu, es jedem Recht machen zu wollen. Damit begeben wir uns in einen Teufelskreis. Zu Beginn macht es uns nichts aus. Wir freuen uns sogar über das ‚harmonische Miteinander‘. Doch die Ansprüche und Forderungen unseres Umfelds erhöhen sich, unmerklich aber sicher. Wir fühlen die Enge, versuchen halbherzige Ausbrüche und bleiben gefangen. Oft leiden wir still vor uns hin, sind erschöpft, haben an nichts mehr Spaß. Wir fühlen uns müde, ausgelaugt und behaupten immer noch, wir wissen nicht warum.

Klar wissen wir es. Die ganze Zeit. Arbeite an Deinem Ausbruch. Sag mal laut und deutlich, „Nein“, wenn du was nicht willst. Verkleide dieses ‚Nein‘ nicht mit X Gründen, warum und wieso und weil und ich will mein Gegenüber nicht verletzten und und und. Mach dich auf erschrockene Gesichter gefasst. Erinnere Dich. Kleine Kinder haben eine Phase, in der sie zu allem erst einmal „Nein“ sagen. Klar und deutlich, ohne Kompromisse. Was ist so schwer daran?

Mit 50 darfst du anfangen, unangepasst und nur noch du selbst zu sein!

3. Sei bunt

Mausgrau war gestern und unauffälligbeige ist vorbei. Sollte Deine Auffassung dahin tendieren, dass einer Frau ab 50 „gedeckte“ Töne am besten stehen, vergiss es. Im Winter ist es besonders gruselig. Glaubt ein Designer wirklich, dass uns Farben wie „Schlamm“ (igitt), „Khaki“ (super Tarnfarbe) oder „Sand“ (nur ganz verschwinden ist noch unscheinbarer) vorzüglich stehen? Nein, das wird uns eingeredet. Die wenigsten Frauen sehen darin hervorragend aus. Das Dumme ist, wir richten uns nach diesen Modediktaten. Beim nächsten Kauf greifen wir wieder zum Outfit in diesem wundervollen Beigeton, denn darin sehen wir doch so seriös und bussiness-like aus.

Experimentiere mal mit Farbe. Auch wenn Du der festen Überzeugung bist, Deinen Stil gefunden zu haben, wage mal etwas anderes. Pepp Deinen beigefarbenen oder grauen Hosenanzug auf. Fang klein an: ein bunter Schal, ein farbige Bluse, ein fetziger Gürtel. Das bringt Spaß im Sommer, Farbe in den Winter und hebt zu allen Jahreszeiten die gute Laune. Ich entdecke gerade Blümchen. Das ist herrlich fröhlich. Vor ein paar Jahren hätte ich keinen Gedanken daran verschwendet. Ich und Blümchen – absurd.

Mit 50 darfst Du bunt sein!

Und es gibt noch 9 weitere Gründe, zum 50. Geburtstag fröhlich zu sein und ihn mit Jubel zu begrüßen.

Klick hier zu Teil 2

Hier geht es zu Teil 3

und mit einem Klick zum 4. Teil

Lass und zusammen LEBEN – LIEBEN – LACHEN
und lauter bunte Sachen machen

Elvira

Septemberfrau 7 Inspirationen50 Jahre – mitten im Leben

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4 Kommentare, sei der nächste!

  1. Liebe Elvira,

    Wie es mir bei meinem 50. Geburtstag gegangen ist, kann ich dir erst in vier Jahren sagen 😉

    In puncto Kleidung stimme ich dir absolut zu, obwohl auch 20jährige in Taupe, Schlamm oder Sand super aussehen können, wenn sie der entsprechende Farbtyp sind 😉 Aber das Prinzip stimmt. Ich finde es immer so schade, wenn Frauen meinen, sie müssten bieder aussehen. Sicher, der Fünfziger mag eine Herausforderung sein, weil man ja nun wirklich nicht mehr als Mäderl herumlaufen kann (aber das sollte doch eigentlich schon seit etlichen Jahren kein Thema mehr sein). Doch es gibt wahrlich Aufregendes zwischen Mäderl und bieder!

    Und die Wunschliste finde ich schön. Obwohl ich nichts auf die Zukunft verschiebe, werde ich diese Übung auch mit 50minus machen.

    Liebe Grüße
    Barbara

    1. Stimmt. Manche Frau sieht in bieder wie eine Wucht aus. Ich liebe Wunschlisten. Gerade erfûllen sich wieder welche. Frau darf stãndig Neue schreiben und bestehende ãndern. Lieben Gruß Elvira

  2. ha…den 50.sten… er liegt ja nun eine Weile zurück…doch ich habe diesen Geburtstag als
    mittelalterlichen Geburtstag gefeiert ..und alle Gäste waren schick mittelalterlich gekleidet…es war ein Gaudi….ein Spaß für alle…eine Angst gab es nicht…es ist eine Zahl…nun ja …für mich zählt…aus dem Jahr das Beste machen….und es mit einer klasse Feier mit all meinen Freunden und meiner Familie zu begrüßen….das ist gelungen …auch am 55…..und jetzt überleg ich schon mit welcher Idee ich mich zum 60sten überrasche….
    meine Wunschliste ist schon ein kleines Buch…lach…

  3. Das mit den Kugeln macht mir Angst.
    Muß man sich die 84 Kugeln ( Männer77.Kugel) so drastisch vor Augen führen ?
    Übrigens: als ich 50 wurde, war das etwas besonderes. Ich gehörte schließlich zu den „A l t e n S ä c k e n“ und die waren es , die „die Weisheit mit Löffeln“ gefressen hatten. Alles was jünger war, hatte keine Ahnung!
    Verrückt- nicht wahr?

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