Du kannst nicht Tomaten säen und Gurken ernten

Wer ernten will, muss zuerst säen

Säen und ernten ist ein sich jährlich wiederholender lebensnotwendiger Vorgang. Wir tun es unser ganzes Leben lang. Manches können wir nach kurzer Zeit ernten, manches braucht eine längere Wachstumsphase, manchmal gibt es eine reiche Ernte, dann wieder reicht es gerade so zum Überleben.

Reichtümer im Supermarkt des Lebens

Stell dir das Leben mal als Supermarkt vor. Wäre doch genial. Du gehst hinein und holst eine lange Liste aus der Tasche. Es ist dein Einkaufszettel, die komplette Wunschliste von Jahrzehnten, Sachen, die du immer gerne haben wolltest:
Berufliche Erfolge feiern und die Karriereleiter hinaufjagen.
Die beste Mama aller Zeiten und dich um die Familie kümmern.
Eine Sportskanone auf dem Weg zu Olympia.
Alles hinein in den Korbwagen.

Einkaufen, was das Herz begehrt

Jetzt noch schnell in die Wohlfühlecke. Ungesunde Gewohnheiten ablegen: hinein damit in den Korb. Und noch mehr Angebote: Entspannen, mal alle 5 gerade sein lassen, das innere Gleichgewicht wiederfinden, work-life-balance herstellen, auf dich selbst achten, schön und fit sein. Das kannst du alles sehr gut gebrauchen. Voller Freude blickst du auf deinen bestens gefüllten Einkaufswagen.

Überschäumende Freude, pure Wonne

Zum Schluss schlenderst du durch den Gang der Emotionen und Gefühle. In feinen Schachteln, herrlich dekoriert, präsentieren sich hier Glück und Vergnügen, Liebe und Freude, Inspiration und Hoffnung, Mut und Demut, Güte und Dankbarkeit, Ehrlichkeit und Ausdauer, Mitleid und Hilfsbereitschaft, Humor und Lachen. Herrlich, du weisst kaum, was du davon nehmen sollst. Dein Herz hüpft vor Wonne. Schnell greifst du zu. Voller Freude schaust du auf deinen überquellenden Wagen, steuerst die Kasse an, legst alles auf das Band, stellst dir bereits vor wie dein Leben ab jetzt mit all diesen herrlichen Sachen verlaufen wird.

Stop: Hier darf nur ernten, wer vorher gesät hat

Die Kassiererin mustert dich mit einem strengen Blick. Was dann folgt, ist ein Schock. Sie packt Dreiviertel deiner Sachen zur Seite. Nur ein Viertel darfst du mit nach Hause nehmen.

Du bist im Supermarkt des Lebens gelandet. Nur was du selbst gesät hast, darfst du mitnehmen. Die Gedanken flitzen durch dein Gehirn, während du bedrückt nach Hause schleichst.
„Ja, du wolltest freundlicher zu der Kollegin sein, wenn die nicht immer . . .“

Wer sät, übernimmt Verantwortung für sein Leben

Wer ernten will, muss zuerst säen. Wenn du etwas bekommen willst, musst du irgendwann die Voraussetzungen dafür schaffen. Hast du ein bestimmtes Ziel, welches du im Leben erreichen möchtest? Dann musst du zwangsläufig ins Tun kommen, denn von Nichts kommt Nichts.

Jeder Same birgt eine Sehnsucht.
(Khalil Gibran, Sämtliche Werke)

Mit allem, was du säst, hast du Verantwortung für dein Leben übernommen: für deine Entscheidungen, für dein Tun und Lassen, dafür wie du heute lebst. Oft stellst du dir bestimmt die Frage: „Habe ich das Richtige gesät oder wäre das andere Samentütchen die bessere Wahl gewesen?“ Du zweifelst und bist unsicher, ob du mit diesem Samen deine Wünsche erfüllen und deine Ziele erreichen kannst.

Wachstum und Reifezeit

Auf das Säen folgt die Wachstums- und Reifezeit. Sie konfrontiert uns ständig mit neuen Herausforderungen und Problemen, die wir zuerst lösen müssen, bevor die Pflanzen weiter wachsen können. Voller Sorge betrachten wir die zarten Pflänzchen, bemühen uns nach Kräften um sie, gießen und düngen, schenken ihnen unsere ganze Aufmerksamkeit. Wir jäten das wilde Kraut, damit sie Platz zum Gedeihen haben. Trotzdem liegt es manchmal nicht in unserer Hand, was am Ende daraus wird, denn Einflüsse von außen lassen sich schlecht berechnen. Stellen wir an irgendeinem Punkt fest, dass die Pflanzung vor sich hinvegetiert, hilft nur ein beherztes Herausreißen, um Platz für Neues zu schaffen.

Septemberfrauen kennen sich aus im Werden und Vergehen

Viele Samen haben wir in die Erde gesteckt und sind um einige Erfahrungen reicher geworden:
Einige Körner fielen auf schlechten Grund und sind sang- und klanglos verschwunden.
Einige sind zunächst aufgegangen, dann ließen sowohl unsere Begeisterung als auch das Gießen nach und die kleine Pflanze verdorrte.
Manchmal haben wir wie wild gesät und gesät mit der Folge, dass uns die Zeit für die Pflege der Beete fehlte. Wildkräuter überwucherten die Fläche und erstickten die Pflanzen.
Und plötzlich ist er da, unser grüner Daumen. Alles ist richtig, alles stimmig, alles gedeiht. Aus dem Samenkorn wächst eine große prächtige Pflanze, die wir voller Stolz ernten.

Wie du in den Wald hinein rufst, schallt es wieder heraus

Du entscheidest, ob du Liebe und Glück oder Hass und Zwietracht ernten willst. Niemand anders, nur du hast die Entscheidung in deiner Hand. Säst du Positives, wirst du positive Reaktionen erhalten, ebenso verhält es sich im negativen Bereich. Verhältst du dich freundlich deinem Umfeld gegenüber, wirst du freundliche Reaktionen erhalten. Überlege also genau:

Was säst du an Gedanken?
Was säst du an Ideen?
Was säst du an Worten?
Was säst du an Taten und Handlungen?

Vom Säen und Ernten, vom Geben und Nehmen

Mache den ersten Schritt und gehe in Vorleistung. Schenke deinem Gegenüber ein Lächeln, ein nettes Wort, eine aufmunternde Geste. Deine Lebenserfahrung hat dich gelehrt, dass du immer mehr ernten wirst als du gesät hast. Beginne einfach:

Nimm dir heute mal drei Dinge vor, um die Beziehung zu einem Menschen zu verbessern oder
nimm dir heute mal drei Dinge vor, um eine Gewohnheit zu verändern oder
nimm dir heute mal drei Dinge vor, um mit neuen Ideen frischen Wind in dein Geschäft zu bringen
oder oder oder.
Dir fällt bestimmt was ein.

Was könntest du heute säen um zu ernten? Ich bin gespannt auf deine Ideen.

Lass uns zusammen LEBEN – LIEBEN – LACHEN
und tüchtig säen, damit wir eine reiche Ernte heimbringen

Elvira

Septemberfrau 7 Inspirationen50 Jahre – mitten im Leben

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2 Kommentare, sei der nächste!

  1. Liebe Elvira,
    es ist schon toll, wenn man sich in Deine Gedanken vertieft und an vielen Stellen seine Vorzüge und Fehler erkennen kann. Es ist immer ein Blick in den Spiegel und wenn nötig und möglich, Grund zur Korrektur.
    Danke

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