Die Lebensmitte oder Eene, meene, meck und Du bist weg

Türen

Wie, warum bin ich weg? Sooo alt bin ich doch gar nicht. Zum Glück geht dieser Abzählvers weiter: „Weg bist Du noch lange lange nicht, … prima, noch soviel Zeit und ich habe noch ganz viel vor, das passt gut. „Sag mir erst wie alt Du bist!“ Blöde Aufforderung. Ich bin im allerbesten Frauenalter.

Meine 4jährige Enkelin sprach vor kurzem diesen Reim und blickte mich erwartungsvoll an. Ich blickte zurück, wohl wissend, dass sie auf eine Antwort, besser auf die Nennung einer Zahl wartete. Mir wurde mein Alter in diesem Moment sehr bewusst. Sage ich ihr 56, kann sie das nicht zählen, zähle ich an ihrer Stelle, ist sie bestimmt weg bis ich bei 56 angekommen bin. Es würde eine Ewigkeit dauern, bevor unser Versteckspiel beginnen konnte. Meine Antwort: „Erst 5, dann 6.“

Die Lebensmitte bringt neue Erfahrungen

Manchmal muss ich mir eingestehen, dass ich nicht mehr die Jüngste bin. So alt, so viele gelebte Jahre, so viele Erfahrungen, so viele Enttäuschungen, so viele Neuanfänge, so viele Lebensbrüche. So alt zu sein, bringt Einschränkungen und Umstellungen mit sich.

  • Gefeiert bis in die frühen Morgenstunden. Mein Leid am nächsten Tag ist riesengroß. Ich fühle mich wie 100. Bitte nicht ansprechen. Tauchstation.
  • Mein Rücken zwackt und erinnert mich daran, dass ich einige Jährchen auf dem Buckel habe. Er verlangt liebevoll gehegt und gepflegt zu werden.
  • „Wie hieß sie denn nur, wie war doch gleich ihr Name?“ Oh Schreck, der Name meiner guten Bekannten ist in meinem Kopf einfach weg.
  • „Wer bist Du denn?“ frage ich mein Spiegelbild am frühen Morgen und brauche immer länger, meinem Schönheitsideal näher zu kommen.
  • Hilfe, ich brauche jetzt spezielle Kosmetik. „Anti-Aging“ lautet das Zauberwort, welches meine Ausgaben in die Höhe treibt und mich 30 Jahre jünger aussehen lassen soll.
  • „Wollen wir denn mal die Farbe ein wenig auffrischen?“ fragte neulich mein Friseur. „Nein, dass wollen wir nicht!“ Ich liebe meine gleichmäßig verteilten funkelnden Silbersträhnchen.
  • Zum Briefkasten gehe ich mit einem mulmigen Gefühl. Bestimmt flattert mir bald eine Einladung zum Senioren-Nachmittag ins Haus. Oh Graus.
  • Wann bekam ich meine letzte Geburtstagstorte mit Kerzen darauf? Eine für jedes Lebensjahr. Lang, lang ist’s her. Es ist zum heulen.

Stoooopp! Aus! Schluss mit diesem Schreckensszenario.

Septemberfrau 7 Inspirationen50 Jahre – mitten im Leben

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Warmlaufen in der Lebensmitte und dann voll durchstarten

Die zweite Lebenshälfte ist so was von superklasse. Gerade laufe ich mich darin richtig warm, um noch mal voll los zu leben.
Die Kinder sind aus dem Haus. Ich habe mehr Zeit. Ich kann mich neu orientieren. Ich darf jeden Tag gestalten, wie ich möchte. Niemand hindert mich daran. Ich bin neugierig genug, das zukünftige Gute in meinem Leben zu entdecken. Ich bin frei in meinen Entscheidungen – lasse ich alles beim Alten oder lockt mich Neues. Meine ureigensten Bedürfnisse darf ich in den Vordergrund stellen und brauche nur auf die Dinge Rücksicht nehmen, für die ich Verantwortung übernommen habe.
Klar muss ich Grenzen anerkennen, die mir die Jahre oder mein Körper setzen. Primaballerina werde ich wohl nicht mehr werden, doch Tanzen geht immer.

Wenn Du in der Lebensmitte bist, dann sei Dir bewusst, wie unendlich wertvoll die Zeit ist, die Dir zur Verfügung steht. Nutze jede Sekunde, jede Minute davon. Heute, jetzt findet Dein Leben statt. Blitzt bei Dir auch immer öfter der Gedanke auf, dass die Zeit hier auf Erden begrenzt ist. Wir sind endlich, ob uns das gefällt oder nicht. Womit wir bei meinem Lieblingsthema ankommen.

Was steht auf Deiner Wunschliste?

Hast Du überhaupt eine? Ohne Wünsche kein Ziel und kein Weg. Wünsch Dir was! Stelle Deine Wünsche am besten jedes Jahr wieder auf den Prüfstand, ob sie nach wie vor Gültigkeit für Dich haben. Du darfst welche hinzufügen, anpassen oder verwerfen, ganz wie Du willst. Ich habe noch diese Woche einen Termin mit mir. Wunschliste überarbeiten, heißt er.

  • Was wolltest Du immer gerne tun? Was war Deine Lieblingsbeschäftigung als Kind?
  • Was möchtest Du erleben, wohin reisen?
  • Was willst Du Neues lernen? Sei neugierig, das hält jung.
  • Welche Bereiche in Deinem täglichen Leben möchtest Du ändern?
  • Wo fehlt Dir was, wo empfindest Du Mangel?
  • Mit welchen Menschen möchtest Du Dich umgeben?
  • Was macht Dir Freude? Welche Tätigkeit bereitet Dir die reine Wonne?
  • Wie steht es mit Deiner Gesundheit?

Und was erfüllst Du Dir?

Viele Fragen und noch mehr Antworten. Such Dir einen Bereich aus, den Du ändern willst. Es ist nicht nötig, sofort eine 180 Grad Drehung zu vollziehen. Dreh hier mal an einer Schraube, stell dort mal was neu ein, das wirkt Wunder. Es ist nie zu spät, sich neu auszurichten, sich neu zu entfalten.

Grenzüberschreitungen

Was Du dazu brauchst? Neugier, die Lust am Leben, klare Entscheidungen, den Mut selbst gesetzte Grenzen zu überschreiten und das Tun. Ohne das Tun, das Machen werden Wünsche nie wahr, es sei denn, die gute Fee kommt vorbei, aber die gibt es nur im Märchen. Such Dir einen Wunsch aus und beginne, dann wirst Du sehen, dass dir das Leben mit all seinen Zufällen und Wundern entgegen kommt. Ich wünsche Dir eine aufregende wundervolle Reise zu neuen Ufern.

Lass uns zusammen LEBEN – LIEBEN – LACHEN
und lauter bunte Sachen machen

Elvira

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3 Kommentare, sei der nächste!

  1. Liebe Elvira,

    Ja, ja, die Wunschliste, die hast du uns schon einmal ans Herz gelegt. Und soll ich dir was sagen? Sie ist super, toll, genial, erfrischend, motivierend … Meine steht schon 🙂

    Liebe Grüße
    Barbara

    1. Liebe Barbara,

      wenn du mit so viel Begeisterung von deiner Wunschliste schreibst, muss sie grandios sein. Ich wünsche dir ein erfolgreiches großartiges 2015 und die Erfüllung aller deiner Wünsche.

      Wunschseelige Grüße
      Elvira

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