Warum? Die Frage aller Fragen und meine 6 Antworten

Blog Bang

Die kürzeste Antwort könnte lauten: darum.
Warum tue ich mir das an, sitze jetzt hier und denke über diese Frage nach?

Weil Markus, der von Cerenak so einen Blog-Bang ausgerufen hat (witzige Wortschöpfung). Das ist eine Blogparade (merkst Du, wie steif sich das anhört?). Es gibt ein Thema und jeder Blogger, der will, kann sich daran beteiligen. Bang – hört sich wahnsinnig aktiv an, wie ein Paukenschlag, wie Wecker klingeln, aufwachen, los geht’s, nun mach schon, raus aus dem Bett, rein in die Puschen. Genau das Richtige für mein Rumpelstilzchen. Es hat mal wieder gebrüllt: „Da will ich mitmachen.“

Warum, warum, warum?

Kinder fragen damit Erwachsenen ein Loch in den Bauch. Sie bleiben nicht bei dem einen Warum. Erscheint ihnen die Antwort ungenügend fragen sie weiter und weiter und noch einmal, bis sie zu 100% zufrieden gestellt sind. Dann werden sie älter und hören auf nach dem Warum zu fragen, denn sie haben gelernt, dass das nervt. Wir Erwachsenen unterlassen in der Regel diese Frage, denn wir wollen, bitte schön, nicht kindisch erscheinen und niemand nerven.

BANG!!! WARUM!!!

Oh, ist das ein unbequemes Fragewort. Es klingt wie ein Vorwurf und verlangt nach Rechtfertigung. Warum begleitete mich in Stunden tiefster Verzweiflung. Seitdem weiche ich dieser Frage aus, wo ich nur kann. Das Warum analysiert eine Situation, dringt tief in die eigene Gefühlswelt vor, begegnet dabei Ängsten und will Entscheidungen. Das Schöne dabei: nach Durchlaufen aller Stationen klärt sich Dein Blick und Du kannst Deinen Weg weiter gehen.

Warum also tue ich, was ich tue?

1. Weil sich in mir zwei Gesellinnen streiten

Die Erste ist die extrovertierte Elvira. Sie fühlt sich in Gesellschaft pudelwohl, vorausgesetzt, sie kennt die Menschen eine längere Zeit, befindet sich mit ihnen auf einer Wellenlänge und mag sie. Dann blüht sie auf, fühlt sich beschwingt und federleicht, redet und erzählt. Sie klettert sogar auf die Bretter, die die Welt bedeuten und spielt Theater.

Die Zweite ist das genaue Gegenteil, die introvertierte Person. Diese Elvira sitzt im stillen Kämmerlein, verschlingt Bücher eins nach dem anderen, im Sommer draußen im Liegestuhl und braucht lange Zeit keine Menschenseele. Auch dabei blüht sie auf. Sie ist glücklich mit sich allein. Sie braucht viele Anläufe und noch mehr Gespräche, um mit neuen Menschen warm zu werden. Gut, ich habe inzwischen small talk gelernt, doch jedes Mal kostet es mich Überwindung. Außerdem möchte ich mich niemandem aufdrängen. Mein Friseur hat mir mal sein Leid geklagt. Es war ungewohnt für ihn, weder meine Lebensgeschichte noch meine Kümmernisse während des Haareschneidens zu erfahren.

Mein Blog verbindet beide Personen perfekt. Schreibend mit Menschen in Kontakt zu treten, ist pure Wonne für mich.

2. Weil ich immer wusste, was ich wollte, nur nicht wie ich es bekommen konnte

Mein größter Traum war es, unabhängig von Ort und Zeit Geld zu verdienen, kombiniert mit vielen Reisen. Die Suche begann. Ich habe Dinge angefangen und wieder abgebrochen, wenn es sich nicht stimmig anfühlte oder nicht zum Ziel führte. Irgendwann stolperte ich über Markus Blog. Er gefiel mir, wenn es auch nicht mein Thema war, denn ich saß nicht im Hamsterrad und wollte ausbrechen. Doch irgendwas ließ mich dabei bleiben und ich abonnierte den Newsletter. Und plötzlich wurde er angeboten, der Gipfel meiner Träume: ein Blogkurs. Mein Rumpelstilzchen erkannte die Chance sofort. Es schrie: „Hurra, das ist es, was du immer gesucht hast. Ein Blog befreit Dich von Ort und Zeit. Als Sahnehäubchen kannst du Reisen obenauf tupfen.“

Ja und hier bin ich nun. Angefangen mit Null Ahnung, nur wissend, dass Blogs existierten. Ich habe mich angemeldet und die Ereignisse überrollten mich fast.

3. Weil mich mein geändertes Blogthema zur Hochform auflaufen lässt

Es sollte ein Reiseblog für Menschen in der Lebensmitte werden, heraus kam die „Septemberfrau“. Finde Deine Nische war Thema. Recherchen zu „Frauen über 50“ ergaben hautpsächlich:

  • Kontaktbörsen – ja, braucht der Mensch, er ist ein Rudeltier
  • Wechseljahre – hat Frau nun mal, ist aber nicht ansteckend
  • Erotik und Sex – verkauft sich immer oder Nachholbedarf
  • Krankheiten und Wehwehchen – gesponsert von der Pharmaindustrie
  • Rentenalter – erst dann fängt das wahre Leben an

Das hört sich wie das tiefste Jammertal an. Wo bleibt da die Freude? Wir sind eine Frauengeneration, die es in dieser Art vorher noch nie gab. Wir durften wählen. Jaaa! Wir durften studieren. Jaaa! Wir durften einen Beruf ausüben. Jaaa! Wir durften in Führungspositionen. Jaaa! Wir haben 1000 und eine Möglichkeit uns selbst zu verwirklichen wie es so schön heißt. Wir müssen nur die Gelegenheit beim Schopf ergreifen und es TUN.

4. Weil ich begeistert bin

von dem, was Frauen alles machen. Sie gehen Risiken ein. Sie folgen ihrer Berufung mit Herz und Verstand. Sie verrücken die Welt mit ihren Ideen. Sie suchen und finden ihre Lebensaufgabe. Es sind phantastische kreative Frauen. Da kommt mir gerade die Idee, sie nach und nach in diesem Blog vorzustellen, um Dir zu zeigen wie bunt Leben ab 50 Jahren sein kann.

5. Weil es Spaß macht

zu schreiben, Wissen und Erfahrungen weiterzugeben, in neue Welten einzutauchen, sich zu vernetzen, großartige Frauen kennenzulernen (neben denen, die ich bereits schätze) und in einen Dialog mit ihnen zu treten.

6. Weil ich eine der Septemberfrauen bin und sie mir am Herzen liegen

Das waren meine Warums. Wenn sie Dir nicht reichen, kannst Du gerne hier weiterlesen.

Wie es weitergeht und was daraus wird? Ganz ehrlich? „Septemberfrau“ soll ein grandioser Blog werden, der zahlreiche Leserinnen anzieht. Um das zu erreichen, werde ich immer wieder nach dem Warum fragen müssen. Jeder Weg beginnt mit dem 1. Schritt. Den habe ich getan und mein Herz zitterte dabei. Bei den nächsten Schritten hatte ich oft Puddingknie und inzwischen kann ich ganz gut laufen.

Warum tust Du, was Du tust. Schreibe mir Deine Gründe. Ich bin gespannt auf Deine Antworten.

Lass uns zusammen LEBEN – LIEBEN – LACHEN
und lauter bunte Sachen machen

Elvira

Septemberfrau 7 Inspirationen50 Jahre – mitten im Leben

Mach das Beste aus Deiner 2. Lebenshälfte und versäume in Zukunft keinen Blogartikel mehr.

Trage Deine e-mail-Adresse unten ein und hol Dir als Dankeschön mein kleines Büchlein voller Lebensfreude.

Deine Daten sind bei mir sicher. Versprochen.

5 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hallo Elvira,

    ich habe auch am Blog-Bang teilgenommen und bin darüber auf Deinen Blog gestoßen. Allein den Namen „Septemberfrau“ finde ich genial! Und wenn man diesen Artikel hier liest, dann merkt man, wieviel Freude es Dir bereitet und wieviel Energie in Dir steckt.
    Super!

    Schöne Grüße,
    Martin

  2. Liebe Elvira,

    ich stehe zwar noch kurz vor der 50, aber Silberfäden wollen sich schon lange in meinen Haaren zeigen. Ich habe es ausprobiert – es steht mir nicht. Ich gehöre wohl zu den Frauen, die erst ganz ergraut sein müssen, bevor sie der Haarfarbenindustrie nichts mehr bringen.

    Ich lese schon seit einer ganzen Weile heimlich mit, aber dein Warum lässt mich doch zur Tastatur greifen. Ich mag deine Antworten und sie sind teilweise ganz ähnlich wie meine, die ich nächsten Freitag veröffentliche.

    Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass jeder von uns weiß, was wir in Wirklichkeit tun wollen. Aber dank „guter Erziehung“ lassen wir oft noch nicht mal unsere Wünsche zu. Zu sich selbst und seinen Bedürfnissen zu stehen und auf neuen Wegen seine Sehnsüchte ins Leben zu bringen, sind auch meine ganz großen Anliegen.

    Meine Mutter sagt immer, seit sie 50 ist, ist ihr egal, was die anderen sagen. Seither kümmert sie sich viel mehr um sich selber. Und das scheint ihr gut zu tun.
    Dein Septermberfrauen Blog ist ein toller Weg, dafür Mut zu machen – vielleicht auch für die Frauen mit einer 4 davor 🙂

    Ich bin gespannt, was ich hier noch alles für spannende Beiträge lese.
    Herzliche Grüße -Astrid

    1. Liebe Astrid,
      Haare hin oder her, Dein strahlendes Lachen blieb mir gleich in Erinnerung.
      Recht hat sie, Deine Mutter. Hat man in jüngeren Jahren oftmals geschwiegen des „lieben Friedens willens“ ist das mit 50 ganz bestimmt vorbei. Und das tut gut. Ich habe zwei noch ältere Damen als Vorbild, die verkünden ihre Meinung, so wie ihnen der Schnabel gewachsen ist, nicht nur zur Freude der Anwesenden.
      Nun bin ich gespannt auf Dein Warum.

      Ein schönes Wochenende
      und viele liebe Grüße in den Norden
      Elvira

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