Das Jahr, als ich anfing, Dudelsack zu spielen

oder warum jetzt ein Zollstock auf meinem Schreibtisch liegt.

Tanja Köhlers Buch ist eine Anleitung zur Veränderung in der Lebensmitte, und die raubt mir gerade meine Ruhe und meinen Schönheitsschlaf.

Große Momente und unbequeme Fragen

Mir ist bekannt, das es sie gibt. Große Momente, denkwürdige Momente, Schlüsselmomente, die Menschen veranlassen, von jetzt auf gleich ihr ganzes Leben umzukrempeln. Ja und dann sitze ich als ganz normaler Mensch hier herum und warte darauf, dass irgendwann ein solches Ereignis in mein Leben einschlägt, um mir zu zeigen, warum ich auf diesem Erdball herumwandere. Das meine Fragen nach dem Sinn des Lebens oder „War das schon alles?“ beantwortet.

Tanja Köhler beendet diese Warterei. Sie fordert auf, solche Momente aktiv zu suchen und sie stellt Fragen: unbequeme Fragen, Tabufragen. Sie stellt sie nicht nur in ihrem Buch, sondern richtet sie an Firmenbosse und Menschen, die sie beruflich in ihren Veränderungsprozessen begleitet.

Wer hat hier eine Klatsche

Doch nicht nur Anderen stellt sie diese Fragen, sondern auch sich selbst. Als Leserin ihres Buches durfte ich sie bei der Suche nach Antworten und der Entdeckung ihrer eigenen Schwächen begleiten. Es menschelt, wenn sie über ihr Scheitern erzählt. Sie steht nicht über den Dingen oder mit erhobenen Zeigefinger da.

Mit einem Augenzwinkern erzählt sie, von Beruf Psychologin, dass die automatisch eine Klatsche haben. Beim Lesen hatte ich immer das Gefühl, die Autorin bereits lange zu kennen. Sie begegnet mir auf Augenhöhe. Sie nimmt mich an die Hand. Derart unterstützt stelle ich mich vertrauensvoll meinen Lebensfragen: „Was hält mich immer wieder zurück, Wünsche umzusetzen, Dinge anzupacken und vor allem, Projekte zu beenden?“

Was hat Dudelsack spielen mit Veränderung zu tun?

„Die Tanja Köhler“, so lautet ihr Markenname, lernt nicht nur Dudelsack spielen sondern hat eine Leitformel entwickelt. Sie steht auf dem Klappentext und lautet: persönliche Veränderung = Dringlichkeit spüren x Ziele klären x Umsetzung.

Hmm, nichts wirklich Neues, dachte ich mir. Doch gleich das erste Kapitel „In Bewegung kommen“ veranlasste mich, gedanklich in die Rumpelkammer zu gehen, wohlverschnürte Pakete sowie Schubladen zu öffnen, unbequeme Fragen herauszulassen und tief einzutauchen in meine Vergangenheit.

Weg mit der üblichen Zielsetzerei

Die Autorin weicht ab vom üblichen Schema: Schau nicht zurück, nur nach vorn. Setze dir Ziele, machbar, messbar und mit Datum versehen, dazu einen detaillierten Plan, eine To-do-Liste und los geht’s. Tschakka, du schaffst es. Und wenn nicht? Dann hast du es nicht gewollt. So einfach ist das. Oder doch nicht? Steckt mehr dahinter, wenn wir scheitern, in Gewohnheiten erstarren oder voller Furcht vor den Folgen, es niemals wagen unsere Träume in die Tat umzusetzen?

Tanja Köhler ist sehr einfühlsam, was ihre Fragen betrifft. Sie wagt sich tief in das Innere ihrer Klienten vor, will sie aufrütteln und in Bewegung bringen, notwendige oder schon lange verdrängte Veränderungen herbeizuführen. Gleich zu Beginn hat mich eine ihrer persönlichen Fragen sehr verwirrt: „In welchem Bereich bist du inkompetent und ist dir das überhaupt bewusst?“

Von Wünschen, Gefühlen und Bananenschalen

Doch alles Wünschen hilft wenig, es sei denn, du triffst eine gute Fee, wenn sie nicht mit den eigenen Gefühlen gekoppelt werden. Hier in der Rumpelkammer sitzen sie alle neben mir, sowohl positive als auch negative wie Angst, Langeweile, Zorn, Neugier, Vorfreude, um nur einige zu nennen. Es hängt von mir ab, ob ich sie wahrnehme, ob ich ehrlich zu mir selbst bin, ob ich sie in meinem Prozess der Veränderung berücksichtige.

Doch alle Wünsche plus Gefühle helfen wenig, wenn Bananenschalen auf dem Weg liegen und du ausrutscht. Du lernst in diesem Buch, mit diesen Gefahren umzugehen. Du bringst Licht in dein Dunkel, löst Nebel auf, entfernst blinde Flecken und das Brett vor deiner Stirn. Und dann wird es Zeit, dich ins Auge des Orkans zu begeben oder wie es Tanja Köhler bezeichnet, in dein Veränderungskarussell einzusteigen. Und ich verspreche dir, es wird dich durcheinander wirbeln.

Weg mit Glaubenssätzen – ich lerne jetzt Klavier spielen

Tanja Köhler lernt Dudelsack spielen seit dem denkwürdigen Moment in Schottland im April 2014. Sie hat einige ihrer Glaubenssätze, die sie seit ihrer Kindheit in sich trug, dafür über Bord geworfen, um ihren Traum zu verwirklichen.

Ich habe mit dem Klavier spielen begonnen, denn was Hänschen nicht lernt, kann Hans immer noch lernen!!! Nicht, um es zur Meisterschaft zu bringen sondern zu meiner persönlichen Freude. Und ich habe begonnen, Fragen zu beantworten, um hinter meine Mauern aus Glaubenssätzen, Gewohnheiten und Ängsten zu schauen, um ehrlich zu mir selbst zu sein. Fragen, die sich nicht mehr um das Warum sondern um das Wozu drehen.

Ein Danke schön und 5 Sterne

Danke, Tanja Köhler für dieses Buch. Auf meinem Schreibtisch liegt der Zollstock mit einer rot markierten 57, meinem Alter. Rein statistisch lebe ich 82 Jahre. Es ist dringend und allerhöchste Zeit mutig Veränderungen in meiner Mitte des Lebens anzugehen. Die Anleitung dazu habe ich jetzt, und sie wird mich lange begleiten.

Ich verleihe 5 Sterne und empfehle dir das Buch, wenn du spürst, dass eine Veränderung nötig ist, du jedoch nicht weißt, wie und wozu.

 

Dudelsack spielen Das Jahr, als ich anfing, Dudelsack zu spielen. Eine Anleitung zur Veränderung in der Mitte des Lebens

oder geh in deine Lieblingsbuchhandlung

broschiert 20,00 €
Kindle Edition 13,99 €

 

Lass uns zusammen Leben – Lieben – Lachen
und mutig Veränderungen in der Lebensmitte angehen

Deine Elvira
Die Septemberfrau

PS: Zum Weintrinken bin ich nicht gekommen, ich brauchte einen klaren Kopf.

Septemberfrau 7 Inspirationen50 Jahre – mitten im Leben

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