77 Empfehlungen, um dem Stress die lange Nase zu zeigen

Manchmal habe ich das Gefühl, dass der Zeitdruck genau dann zunimmt, wenn ich mir ein paar Entspannungsminuten gönnen will. Statt Stress lass nach geschieht dann genau das Gegenteil, meine innere Anspannung steigt, die Schultermuskulatur verkrampft sich, in meinen Ohren summt und brummt es wie im Bienenstock und mein Schädel ist kurz vorm Platzen.

Umtriebsnudel gegen Wohlfühlliese

Jetzt bin ich in der Zwickmühle. Soll ich im Stress gefangen bleiben oder gibt es eine Möglichkeit, Stress und Entspannung wohltuend in das tägliche Leben einzubauen? Ich bin ja so gestrickt, dass ich am liebsten alles möchte und das auch noch zur gleichen Zeit. Dann stehen sich die energiegeladene Umtriebsnudel und die „Ommm“ säuselnde Wohlfühlliese gegenüber und keine ist bereit, nur einen Zentimeter zu weichen.

Stress entsteht oft durch die eigenen Ansprüche

Wie ist das bei dir? Wirst Du auch oft von deinen Ansprüchen getrieben? In welcher Höhe liegt deine persönliche Messlatte und wie oft verzweifelst du, wenn du sie nicht überspringen kannst.

Vielleicht geht es dir wie mir? Du rennst einer Vielzahl an Aufgaben, die auf dich einstürmen, hinterher. Du willst ständig den Erwartungshaltungen der Anderen gerecht werden und reibst dich dabei auf. Das dauernd erreichbar sein lässt dich nie abschalten. Beruf, Familie und Partner unter einen Hut zu bringen ist eine Dauerbelastung, und du hast trotzdem das Gefühl, keinem so richtig gerecht zu werden.
Die Folge ist, du drehst dich immer schneller, dein Leben rast dahin, du hast nie Zeit – nicht für Andere und erst recht nicht für dich selbst. Selbst nachts drehen sich deine Gedanken wie bei einer wilden Karussellfahrt ständig im Kreis.

Zieh die Notbremse – Nimm dir eine Pause

Wenn dein Energiepegel sinkt, du dich ausgelaugt fühlst, ständig müde bist und zu nichts mehr richtig Lust hast, ist es höchste Zeit, die Notbremse zu ziehen. Du kannst deinen unter Volldampf rasenden Zug jederzeit stoppen, die Tür öffnen, aussteigen, tief Luft holen und in eine Entspannungspause aufbrechen. Du hast es selbst in der Hand. Tu dir was Gutes, es muss nicht der großartige Wurf sein, doch dein Herz sollte dabei jauchzen und jubeln.

Ich habe eine kleine Umfrage gestartet: „Bei was oder wie entspannst du dich am besten?“ Du kannst es mir glauben, beim Lesen verwandelte sich jede Antwort vor meinem inneren Auge in eine Szene voller Ruhe. Ich habe ihr kurz nachgespürt, war am Schluss nach dem Lesen aller Empfehlungen tiefenentspannt und hatte ein Lächeln im Gesicht. Nun hoffe ich, dass sich bei dir die gleiche Wirkung einstellt. Einen herzlichen Dank an alle für ihre Antworten.

77 Empfehlungen für eine Entspannungspause gegen den Stress
und ein witziges Spiel

Draußen in der Natur und alles ist (fast) kostenlos

Auf einer Bank sitzen, die Gerüche und Geräusche der Natur in mich aufnehmen.

In der Mittagspause im Park dem Zwitschern der Vögel, dem Summen der Bienen und Hummeln lauschen.

Spazieren gehen im Frühling (ich denke, das entspannt zu jeder Jahreszeit)

In der Sonne sitzend ein Buch lesen

Im Wald laufen gehen ist meine absolute Entspannungs-Nummer 1. Aber auch auf der Terrasse sitzen und ins Grüne schauen ist richtig toll – noch schöner ist’s abends in die „Blaue Stunde“ hinein.

Wenn ich auf meiner Gartenbank sitze, eine schöne Flasche Radler im Arm habe, bei so einem Wetter die vielen Flugzeuge schaue und mir über Herkunft, Ziel und die Fluggäste meine Gedanken mache.

Im Garten mit den Händen in der Erde

Meine Ackerparzelle

Arbeiten im Garten: umgraben, zupfen, säen und ernten

Golf spielen und Fahrrad fahren

Laufen oder joggen

Schwimmen

Auf der Terrasse sitzen und den Duft meiner Gartenkräuter einatmen, dabei die Vögel und das Eichhörnchen beobachten. Die Störche treffen wie jedes Jahr auch bald ein.

In der Hängematte dösen

Im Strandkorb im Garten mit toller Musik von Helene Fischer

Ich brauche die Ostsee, die Natur und meine Kamera…..totale Entspannung für die Seele

Im Schatten eines südfranzösischen Cafés … eine leichte Brise im Haar, der Duft von Meer und Weite

Am Meer, wenn ich nur in die Weite sehe und den Wellen lausche.

Barfuß laufen: am liebsten am Strand, über’s Gras aber auch in der Wohnung

Am Teich sitzen, die Wasserläufer und Wolkenspiegelungen betrachten

Sonnenauf- oder Untergang, beides lässt mich zur Ruhe kommen

Wohlfühlen steht ganz hoch im Kurs

In der Badewanne oder auf dem Sofa mit Kerzen und jazziger Musik.

In der Wanne mit Kerzen überall

Ein Schaumbad plus Gesichtsmaske

In der Sauna

In der Infrarotkabine

Bei einer Massage

Ich liebe Lavendelöl. Es duftet nach Sommer. Ein wenig davon auf die Haut reiben oder ins Taschentuch tropfen und daran riechen. Im Winter mag ich lieber Vanille.

Eine Gongreise

Die Augen schließen und bewusst auf meine Atmung achten

Eine Körperreise, angefangen vom Kopf bis in die Zehenspitzen. Danach fühle ich mich wieder erfrischt und zu neuen Taten fähig.

Meditieren

Tai Chi, unabhängig vom Ort, geht überall

Chi gong

In der Wohnung, drinnen oder anderswo

Kochen

Bildbearbeitung

Tanzen (gern in der Küche)

staubsaugen

Bei Alben sitzen und in einer Welt von schönen Träumen schwelgen. Fotos haben etwas frohes und entspannendes für mich!

Fotos machen und sich damit beschäftigen

Beim Malen und skulpturalen Gestalten

Manchmal auch beim Fußball gucken. Es hat was, anderen dabei zuzusehen wie sie sich anstrengen

Bei einer Qualitätsserie

Wenn ich körperlich erschöpft bin, dann finde ich Couch-Fernseh-Schlafen super. Und ab und zu ein Glas Rotwein, hmmm

Ein Glas Sekt, das Bitzeln auf der Zunge spüren und sich leicht fühlen

Bei einem Glas Wein mit dem Liebsten den Abend verquatschen

Lesen, Lesen, Lesen
Wenn mein Kopf zu voll ist, lenke mich mit einem Buch ab
Bei Büchern, in die ich komplett versinke
Gedichte lesen
Was mir Spaß macht, ohne Anspruch auf Bildung
Hörbücher hören

Klänge, Balsam für die Seele
Musik und mein Schatz
Kopfhörer auf und Musik pur
Bei einem Konzert von Tschaikowski, Rachmaninov & Co.
Beim Klavierspielen
Auf dem Sofa mit meiner Lieblingsdecke Mozart hören

Und noch mehr Ideen

Sonntag morgens der Predigt unseres Pfarrers lauschen und mit neuen Gedanken heim gehen

Und auch, wenn es beim Entspannen ja irgendwie um’s Nicht-Denken geht: Ein Grundgefühl von tiefer Dankbarkeit für alles (nicht nur das Schöne, sondern für Alles!) tut einfach gut

Beim einfach nur zu Hause sein und „wohnen“

puzzeln

Handarbeiten jeglicher Art

Nähen, am liebsten für meine Enkel

Beim Durchspinnen von romantischen Szenen für meine Bücher (auf dem Sofa oder im Bett, nicht beim Schreiben selbst)

Einen Brief oder eine Karte an einen lieben Menschen schreiben

Ich gehe ein paar Schritte ganz langsam wie in Zeitlupe und nehme die Bewegung des Fußes vom Aufsetzen, Abrollen bis zum Lösen vom Boden bewusst wahr

Immer wieder den Mund zu einem Lächeln verziehen oder Grimassen vor dem Spiegel schneiden

Stille

Einen schönen Ort aufsuchen, bei dem die Gedanken frei werden und davonfliegen, z.B. eine Kirche oder an meinem Kraftort

Kamin- oder Lagerfeuer, dem Spiel der Flammen zusehen ist sehr beruhigend

Im Büro oder schnell zwischendurch

Kurz raus, Sonne tanken, sich den Wind um die Nase wehen lassen, erfrischt. Ein paar Minuten reichen.

Den Blick nach draußen in die Ferne auf den Horizont richten. Mit den Augen den Konturen eines Hauses, Baums oder etwas Anderem nachfahren.

Sich ausgiebig dehnen, recken und strecken. Die Bewegungen einer Katze dienen als Vorbild. Ein Katzenbuckel tut ebenfalls gut.

Gähnen. Das kann man selbst steuern. Einfach den Mund weit aufreißen, tief Luft holen, kurz anhalten, ausatmen.

Die Handflächen aneinander legen und fest reiben, damit sie warm werden. Danach die Handteller auf die Augen legen.

Mal nicht erreichbar sein, den Abwesenheitsmodus einschalten, bringt pure Entspannung

Ja sagen zu seinen Grenzen, mal nur „Mittelmaß“ sein, weil gut, gut genug ist

Und zum Schluss was ganz Verrücktes

Ob dich dieser Vorschlag entspannt, weiß ich nicht, doch ich finde ihn so witzig, dass er mit Sicherheit trübe Gedanken vertreibt, vorausgesetzt du traust dich.

Eine Idee von Frank Hofmann, Verlag „Andere Zeiten“ (erschienen im Fastenkalender „Wandeln“ von 2017)

Nonsensbingo
Hol dir einen Zettel. Unterteile ihn in 3 Spalten.

In die Erste schreibst du die Zahl 1 und darunter sechs Orte oder Zeitangaben.
Unter Zahl 2 wie willst du aussehen, was willst du anziehen oder aufsetzen (wieder 6 Beschreibungen)?
Unter Zahl 3 kommen sechs verrückte Handlungsanweisungen, die du tun willst, weil sie lustig sind oder du Spaß daran hast.

Dann nimm einen Würfel und werfe ihn für jede deiner Spalten, also dreimal. Die Punkte, die du gewürfelt hast bestimmen, was du tun sollst.

Beispiel:
1 Auf dem Tisch 1 mit Karnevalsperücke 1 Walzer tanzen
2 usw. immer untereinander bis du bei Punkt 6 angekommen bist

Wenn dir das zu abgedreht ist, kannst du auch dein persönliches Entspannungsspiel auf diese Art gestalten, ungefähr so

1 Im Wald            1 barfuß                      1 durch’s Laub laufen
2 Auf der Bank   2 Pralinen essend     2 Gedichte lesen
3 Nachts               3 im Bademantel     3 Sterne gucken
usw.
4 Hier kommen deine weiteren Ideen hinein
5 Du kannst sie natürlich ständig ändern
6 jedoch nicht mehr als 6 so viele Punkte ein Würfel hat

Nun hoffe ich, dass diese unzähligen vielseitigen Entspannungsvorschläge nicht erneut in Stress ausarten. Das wäre schade. Probiere auch mal was Neues aus. Ich habe mir die „Gongreise“ ausgesucht.

Jetzt würde ich mich sehr freuen, wenn es in den Kommentaren noch mehr Empfehlungen gibt. Also nochmal meine Frage: „Bei was oder wie entspannst du dich?“

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Deine Elvira

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6 Kommentare, sei der nächste!

  1. Vielen Dank für diese tolle Liste!
    Was ich für mich als sehr entspannend finde, ist das wunderbare Gefühl nach einer ausgedehnten Nordic-Walking-Runde durch den Wald daheim auf der Terrasse oder dem Sofa zu relaxen. Gerade nach sportlicher Aktivität fühle ich mich so herrlich tiefenentspannt.

    1. Danke für deine Ergänzung. Kann ich mir gut vorstellen, dass der Gegensatz von sportlicher Aktivität zur Ruhephase sehr sehr gut tut.

      Liebe Grüße
      Elvira

  2. Hallo Elvira, beim Bingo habe ich herzhaft gelacht ! Das ist entspannend. Die anderen Tipps führen einem einiges vor Augen was man sich bewußt machen sollte .

    1. Ich fand das Bingo ebenfalls so witzig, dass ich es im Beitrag haben wollte. Schön, dass es entspannend ist. Beides: Bingo und das Lachen darüber.

      Liebe Grüße
      Elvira

  3. Danke, liebe Elvira!
    Dann kann es ja los gehen, mit der Entspannung! Wer allerdings jetzt versucht, Deine Liste abzuarbeiten, der bekommt neuen Stress-:)) Aber bei der Vielfalt wird jeder seine Inspiration finden und sich von Dir anregen lassen. Einfach vielleicht auch mal GAR NICHTS zu tun, ist ja auch eine Möglichkeit.

    Ganz liebe Grüße aus der „Best Ager Lounge“
    Simone

    1. Gar nichts tun ist wirklich die einfachste Möglichkeit der Entspannung und gleichzeitig die Schwierigste. Danke für die Ergänzung, liebe Simone und

      ganz herzliche Grüße
      Elvira

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