37 Ideen für einen guten Umgang mit der Zeit

Ärgerst du dich auch oft über deinen nachlässigen Umgang mit der Zeit, und dass bei den ganzen Verpflichtungen nie Zeit für dich übrig bleibt? Wesentlich ist, dass du dir ganz bewusst Freiräume schaffen musst mit einem Eintrag in den Terminkalender. Sonst ist am Ende der Tag herum und dein Wunsch, endlich mehr Zeit für dich zu haben, ist wieder einmal auf der Strecke geblieben.

Das Ringen um jede Minute Lebenszeit

Eigentlich müssten wir doch durch technische Errungenschaften viel mehr Zeit als früher zur Verfügung haben. Das Geschirr spült die Maschine, die Wäsche wird ebenfalls von einem Helferlein erledigt, die Arbeitswoche ist auf unter 40 Stunden gesunken, um in Kontakt mit netten Leuten zu treten, musst du nicht mehr zur Telefonzelle laufen oder Briefe schreiben. Trotzdem haben wir nie Zeit, hetzen den Stunden hinterher, ringen um jede Minute Lebenszeit.

Mach mal Pause

Daueranspannung ist an der Tagesordnung, Entspannung am Feierabend ein Fremdwort und der Ausspruch „Am Sonntag sollst du ruhen“ ein gänzlich unbekanntes Wesen. Sollten sich deine Hirnwindungen mal daran erinnern, dass es eine solche Möglichkeit der Pause im schnellen Zeitgeschehen gibt, wird diese Idee sofort wieder in die tiefsten Tiefen des oberen Dachstübchens verbannt. Arbeit und Freizeit vermischen sich, es gibt keine klare Trennung mehr.

Schon die Worte, welche mit der Zeit verbunden werden, künden von Hetze, Hektik, Kampf und Verlust: Zeit ist Geld, Zeit sparen (geht gar nicht), sich Zeit nehmen, Zeit totschlagen (wie schrecklich), Zeit gewinnen (wo ist die Losbude), der Zeit hinterherlaufen und es gibt sogar Zeitdiebe.

Hier sind 37 Ideen für einen guten Umgang mit der Zeit

Diese Ideen sind dazu gedacht, über deinen Umgang mit der Zeit nachzudenken, manche sind Anregungen zum Entspannen und wieder andere, die Zeit mal mit neuen Augen zu betrachten. Pick dir einfach Eine heraus, die dich anspricht. Vielleicht nutzt du die Urlaubszeit oder die Sommertage, um kleine Ruheinseln in deinen Tag einzubauen. Und wenn eine Idee so richtig gut zu dir passt, dann bleib dabei, integriere sie in deinen normalen Alltag.

Zeit-Zitate, die mich besonders berührten

Von allen Techniken Zeit zu sparen, ist vielleicht die häufige Benutzung des Wortes „Nein“ die Effektivste (Edwin C. Bliss)

Verbringe nicht die Zeit mit der Suche nach einem Hindernis, vielleicht ist keines da (Franz Kafka)

Gott hat die Zeit geschaffen und der Mensch die Hast (Irisches Sprichwort)

Alle Zeit, die nicht mit dem Herzen wahrgenommen wird, ist so verloren, wie die Farben eines Regenbogens für einen Blinden oder das Lied eines Vogels für einen Tauben. (Michael Ende)

Unsere Zeit ist so aufregend, dass man die Menschen eigentlich nur noch mit Langeweile schocken kann (Samuel Beckett)

Erst laufen wir mit der Zeit dem Geld hinterher, später mit dem Geld der Zeit (Günther F. Gross)

Zeit für Stille und Langsamkeit

Zieh dich an einen Ort zurück, wo du ungestört bist, vielleicht hast du einen Kraftplatz, und gönne dir 10 Minuten Ruhe.

Schenke dir mindestens 5 Minuten Zeit, am besten morgens. Mach es dir bequem und horche in dich hinein. Lass deinen Atem und deine Gedanken kommen und gehen. Freu dich auf den Tag und was er dir Gutes bringt.

Suche die Stille bei einem Spaziergang in der Natur.

Variiere mal dein Schritttempo: Geh mal normal, dann wieder langsam wie eine Schnecke, als nächstes flott ausschreiten und danach in Zeitlupe verfallen. Beobachte jeden Schritt sehr aufmerksam. (Meditation im Gehen)

Mehrmals am Tag 3 x hintereinander tief ein- und ausatmen lässt den Stress von dir abfallen.

Im Liegestuhl oder einer Decke auf der Wiese tagsüber den Wolken zuschauen oder nachts den Sternenhimmel betrachten.

Setz dich in der Mittagspause im Park auf eine Bank, schaue so lange bis es dir langweilig wird und dann noch 2 Minuten länger. Entspannt ungemein.

Zeit für eine Diät

Ein fernsehfreier Abend

Schalte mal die Dauer-Musikberieselung aus oder was immer du für Hintergrundgeräusche brauchst.

Kein Handy während des Essens und nach 21.00 Uhr wird es einfach mal zur Seite gelegt.

Streich auf deiner To-do-Liste 3 Punkte durch, die du bei genauerer Betrachtung unwichtig findest oder schieb sie nach hinten. Meine Beobachtung: Vieles erledigt sich wirklich von ganz allein.

Zeit für dich selbst

Denke mal mit Freude daran, welche Fähigkeiten du hast, was du alles geschafft hast und dir gut gelungen ist.

Lächle dich bereits morgens im Spiegel freundlich an und gönne dir ein liebes nettes Wort, mit dem du in den Tag startest.

Du selbst weißt am Besten, was dir Freude bereitet, sei es Singen, Tanzen, Kino oder einfach nur auf dem Sofa lümmeln und lesen. Nimm dir Zeit dafür.

Schenke dir einen ganzen Wohlfühltag, trage ihn in deinen Kalender ein und lass dich von Niemanden davon abbringen. Geh zur Kosmetik, in die Sauna, ins Schwimmbad, zur Massage, zum Friseur, . . .Lass es dir rundherum gut gehen. Das schenkt neue Energie.

Zeit für Neues

Wie schön wäre es, wenn . . . Nimm dir Zeit, schreibe 10 Sachen auf, die du immer schon einmal tun wolltest und gönne dir eine nach der anderen. Es sind die kleinen Momente voller Freude und Glück.

Möchtest du Fotografieren lernen, eine Fremdsprache, Yoga oder dein Hobby von früher wiederaufnehmen. Wer oder was hindert dich daran?

Übe dich in Geduld und fühle dich als Souverän deiner Zeit, wenn du den Bus verpasst, rote Ampeln deinen schnelles Vorankommen behindern, du in der falschen Kassenschlange stehst oder dein Kind trödelt.

Versuche dich mal an einem „Elfchen“. Das ist ein kurzes federleichtes Gedicht, bestehend aus 11 Worten. Macht nicht nur Kindern in der Grundschule Spaß sondern auch Erwachsenen:
Zeile 1 – ein Wort, z.B. ein Gedanke, ein Gegenstand, ein Gefühl
Zeile 2 – zwei Wörter, die das Wort aus Zeile 1 erklären
Zeile 3 – drei Wörter, die sagen wie oder wo das Wort ist
Zeile 4 – vier Wörter für die eigenen Gedanken
Zeile 5 – ein Wort als Fazit

Zeit, um mit allen Sinnen wahrzunehmen

Dem Klang der Schöpfung lauschen. Begib dich nach draußen, schließe die Augen und höre auf die Geräusche der Natur.

Morgens früher aufstehen und hinaus in den Garten, den Park, die Wiese oder Wald gehen und den Duft von Blumen, Gräsern, Erde riechen.

Mal wieder barfuß laufen, die Kühle des Morgentaus auf dem Rasen wahrnehmen, die Härte von Stein, die Weichheit von Sand. Es gibt bereits viele Barfußpfade. Nimm dir Zeit, sie bewusst zu gehen und den Untergrund zu spüren.

Raus an die frische Luft, tief einatmen und die Sonne, den Regen oder Wind auf der Haut spüren

Zeit zum Verschenken

Verschenke Herzerlstunden an den Liebsten, Zusammensein an die Kinder oder einen Omatag an die Enkel. Dir fällt sicher mehr ein.

Lade Freunde zu dir ein. Jeder bringt was mit und gemeinsam wird gegessen, getrunken, gelacht. Zusammen kochen macht genauso viel Spaß.

Schenke dir selbst Mußestunden und plane sie als festen Termin in deinen Kalender ein: in den Tag hineinleben, Zeit zum Trödeln und Faulenzen. Das zusätzliche Plus daran ist, dass kreative Ideen plötzlich wie von selbst auftauchen.
Eine Leserin schrieb mir gerade heute in einem Kommentar, dass Mußestunden in der Antike als Statussymbol galten. Danke Barbara.

Schreib mal einen handgeschriebenen Brief an Jemand, der lange nichts von dir gehört hat.

Monde und Jahre vergehen, aber ein schöner Moment leuchtet das ganze Leben hindurch. (Franz Grillparzer)

Zeit für Wichtiges

Zeit, um den Tag gut zu beenden. Notiere dir, welches schöne Ereignis es gab, was du Positives erlebt hast, für was du dankbar bist, was dich tagsüber besonders bewegt hat.

Nimm dir Zeit, um dich zu fragen, wofür du in Zukunft mehr Zeit haben möchtest und schreibe es auf.

Führe mal ein Tagebuch, vielleicht entdeckt du dich selbst neu.

Zeit ist das Kostbarste, was du besitzt und das Einzige, welches gerecht unter den Menschen verteilt ist. Jeder erhält genau die gleiche Menge davon, jeden Tag wieder neu. Niemand kann sich Zeit von anderen kaufen. Zeit kannst du nur verschenken oder gegen eine andere Währung tauschen, z.B. Zeit gegen Arbeit, Arbeit gegen Geld, Geld gegen was immer dir wichtig erscheint. Gehe gut und äußerst aufmerksam mit ihr um.

Ich wünsche dir Zeit zum LEBEN – LIEBEN – LACHEN

Deine Elvira

Septemberfrau 7 Inspirationen50 Jahre – mitten im Leben

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6 Kommentare, sei der nächste!

  1. Liebe Elvira,

    Das sind wundervolle Vorschläge! Die Idee mit dem handgeschriebenen Brief gefällt mir 🙂 Ich bemerke das, wenn ich ein Buch signiere und eine persönliche Widmung hineinschreibe – ganz anders als ein rasches E-Mail!

    Unbedingt stimme ich dir beim Fernsehen zu! Ich habe schon lange den täglichen Fernsehkonsum gestrichen, schlicht und einfach, weil mir sonst mehr als 2 Stunden pro Tag zum Schreiben fehlen. Aber wenn ich jetzt einen Spielfilm anschaue, dann geschieht das sehr bewusst und ich kann ihn auch vor der Glotze richtig genießen. Und trotzdem ist eine Auszeit im Kino noch um Längen schöner 🙂

    Ich glaube, diesen Beitrag bookmarke ich mir. Vieles davon mache ich schon, den Rest werde ich entdecken! Apropos – Zeit zum Spielen (in jeder Form) ist etwas Herrliches!

    Liebe Grüße
    Barbara

    1. Liebe Barbara,

      Kino und Theater, das sind auch meine zwei Liebsten, für die ich mir auf jeden Fall Zeit nehme. Und die tägliche Spielzeit mit meiner Enkelin möchte ich nicht missen.

      Nun warte ich voller Ungeduld auf den 2. Teil deines Thrillers „Das Gift der Schlange“. Gut, dass du auf Fernsehen verzichtest und statt dessen schreibst.

      Ganz liebe Grüße
      Elvira

  2. Liebe Elvira,
    man kommt nicht umhin, Deinen Blog mehrmals zu lesen, um sich an vielen Stellen selbst zu finden und zu erkennen.
    Leider sieht die Realität immer etwas anders aus und es wird kaum möglich sein, den Zwängen zu entfliehen.
    Jedoch: wir sollten nichts unversucht lassen , aber immer bedenken, die benötigte Zeit holt einen immer wieder ein.
    Liebe Grüße

  3. Liebe Elvira, vielen Dank für Deine lieben Zeilen über den Umgang mit der Zeit. Ich finde mich in vielen von Deinen Worten wieder. Ich habe mir auch angewöhnt ein Tagebuch abends in meinen Bett zu schreiben. So kann ich postive oder auch negative Erlebnisse des Tages festhalten. Ich kann meine Gedanken dadurch besser ordnen und komme besser zur Ruhe. Ich wünsche Dir und auch den anderen hier noch einen schönen Abend. Viele Grüße und einen Guten Start in die Woche. LG Andrea

    1. Liebe Andrea,

      vielen Dank für deine wertvolle Ergänzung. Ich glaube, in deiner Situation sind positive Gedanken besonders angebracht. Du hast es ja auch in deinem Buch bereits geschildert.

      Liebe Grüße
      Elvira

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